Reifenschaden Firestone zahlt Millionen-Entschädigung
McAllen - Der Prozess um die eine Milliarde Dollar schwere Klage einer Familie, die bei einem Autounfall mit Firestone-Reifen schwer verletzt worden war, ist außergerichtlich beigelegt worden. Der Reifenhersteller Bridgestone/Firestone zahlt der Familie nach übereinstimmenden Medienberichten 7,5 Millionen Dollar. Es war die erste von mehreren hundert bei Gericht anhängigen Klagen, die nach der Reifenrückrufaktion des vergangenen Jahres eingereicht worden waren.
"Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte der Kläger, Joel Rodriguez, vor dem Bundesgericht von McAllen im US-Bundesstaat Texas. Rodriguez Frau Marisa erlitt bei dem Unfall vor eineinhalb Jahren Hirnschäden und ist an den Rollstuhl gefesselt. Das Auto der Familie hatte sich auf einer mexikanischen Autobahn nach einer Profilablösung überschlagen. Mit dem Autohersteller Ford hatte sich die Familie bereits außergerichtlich geeinigt. Inoffiziell war von einer Vergleichssumme von sechs Millionen Dollar die Rede.
Die Einigung wurde wenige Stunden vor dem erwarteten Urteil in dem Prozess erzielt. Die Geschworenen berieten bereits seit Tagen über das Strafmaß. Das Unternehmen hat bereits mehr als 150 ähnliche Klagen ohne Prozesse mit außergerichtlichen Vergleichen geregelt.
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Insgesamt werden in den USA Verkehrsunfälle mit 203 Toten und mehr als 700 Verletzten mit fehlerhaften Firestone-Reifen in Verbindung gebracht. Die meisten waren auf Explorer-Geländewagen von Ford montiert. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen rund 6,5 Millionen Reifen aus dem Verkehr gezogen und ersetzt.
Der Autohersteller Ford und der Reifenhersteller Bridgestone/Firestone liegen in einem erbitterten Streit darüber, ob Mängel am Explorer oder an den Reifen für die Unfallserie verantwortlich sind. Die Unternehmen beendeten darüber eine mehr als 100-jährige Geschäftsbeziehung.