Bridgestone/Firestone Die Luft ist raus
Detroit - Von dem Schritt sind rund 1500 Beschäftigte in Decatur im Bundesstaat Illinois betroffen. Der Standort produzierte auch einen Teil der insgesamt 6,5 Millionen Firestone-Reifen für den Ford Explorer, die im August vergangenen Jahres zurückgerufen wurden.
Ford macht die Firestone-Reifen für Unfälle verantwortlich, bei denen in den USA in den vergangenen zehn Jahren mindestens 203 Menschen ums Leben kamen und mehr als 700 verletzt wurden. Firestone glaubt an einen Baufehler bei den Geländewagen vom Typ Explorer und beendete die über hundert Jahre alte Zusammenarbeit mit dem Autohersteller. In der Folge ließ die Nachfrage nach Firestone-Reifen deutlich nach.
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Firestone dementierte jedoch, dass die Schließung des Werkes mit Qualitätsproblemen in Zusammenhang stehe. Die Fabrik sei jedoch die älteste des Konzerns und daher nur unter hohen Kosten zu modernisieren.
Analysten in Tokio begrüßten die Entscheidung. Sie sei ein erster Schritt, die Überkapazitäten auf dem US-Markt zu reduzieren. Bridgestone-Papiere legten am Donnerstag in Tokio wieder deutlich zu.
Bereits am Mittwoch hatte Bridgestone in Tokio eine Gewinnwarnung verkündet. Der Gewinn nach Steuern werde in diesem Jahr voraussichtlich nur zehn Milliarden Yen (rund 95 Millionen Euro) betragen, ursprünglich war der japanische Reifenhersteller von 50 Milliarden Yen ausgegangen. Die Rückruf-Aktion der Explorer-Reifen kostete den Konzern mehr als 900 Millionen Dollar.