Richterspruch: Microsoft wird nicht zerschlagen - DER SPIEGEL
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Richterspruch Microsoft wird nicht zerschlagen

Ein Berufungsgericht hat das Urteil zur Aufspaltung des weltgrößten Software-Konzerns aufgehoben. Bevor der Handel mit Microsoft-Papieren an der Nasdaq ausgesetzt wurde, schoss der Aktienkurs steil nach oben.
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Washington - Das Distriktgericht in Washington hielt aber den Vorwurf aufrecht, dass Microsoft sein Windows-Monopol wettbewerbswidrig ausgenutzt habe. Ein niedrigeres Gericht soll nun darüber entscheiden, wie Microsoft daran gehindert werden kann, seine Dominanz im Markt der Betriebssysteme auszunutzen, hieß es in der Entscheidung der sieben Richter des Distriktgerichts, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

"Wir glauben, dass einige, aber nicht alle Vorwürfe gegen Microsoft gerechtfertigt sind", hieß es in der Begründung. Einige der Annahmen, die zu dem Zerschlagungsurteil führten, wiesen die Richter zurück. "Deshalb kann das Urteil so nicht stehen bleiben", hieß es.

Der Handel mit den Microsoft-Aktien wurde an der Wall Street ausgesetzt. Die Aktien hatten zuvor um 5,4 Prozent auf 74,50 Dollar zugelegt.

Der Richter Thomas Penfield Jackson, der das Zerschlagungsurteil im vergangenen Jahr verhängt hatte, wird nicht mehr mit dem Fall betraut. Bei einer Anhörung im Frühjahr hatten sich die Berufungsrichter besorgt darüber geäußert, dass Jackson während des Prozesses in mehreren Interviews gegen Microsoft Stellung bezogen hatte.