Salat-Boykott
Heinz Kluncker, Vorsitzender der Gewerkschaft ÖTV, hat Westdeutschlands Hafenarbeiter aufgefordert, keinen kalifornischen Salat mehr zu entladen. Außerdem will er die großen Einkaufsorganisationen auffordern, keinen US-Salat in den Handel zu bringen. Grund: Die -- vorwiegend mexikanischen -- Landarbeiter eines der größten amerikanischen Produzenten, Bud Antle, Inc., und 70 weiterer Plantagenbesitzer müssen täglich 14 Stunden arbeiten. Ihr Jahreslohn von 1300 Dollar liegt 2600 Dollar unter der offiziellen Armutsgrenze. Um überhaupt leben zu können, lassen die Mexikaner ihre Kinder auf den Feldern mitarbeiten. Seit viele Amerikaner den kalifornischen Salat boykottieren, haben auch die Gewerkschaften in England, Belgien, Dänemark und Schweden zum Salat-Boykott aufgerufen.