HOLZMANN Schröder macht Druck
Bundeskanzler Gerhard Schröder will seine Rettungsaktion für den angeschlagenen Baukonzern Holzmann unbedingt über die EU-Hürden bringen. Bei einer Begegnung mit EU-Präsident Romano Prodi machte er unmissverständlich klar, dass sich alle Wettbewerbsprobleme, die Brüssel mit den Deutschen habe, durch Kompromisse lösen ließen - die Rettung der Holzmann AG mit rund 250 Millionen Mark aus dem Bundesetat werde er sich von den Eurokraten aber nicht verbieten lassen. Die Brüsseler Wettbewerbskommission lässt zurzeit prüfen, ob das Sanierungskonzept für den Baukonzern mit dem EU-Recht vereinbar ist. Das Ergebnis soll Ende des Jahres vorliegen, dann hat die Kartellbehörde noch bis Juli 2001 Zeit, den Fall zu entscheiden. »Aber diese Frist«, lenkt ein Sprecher der Behörde ein, »muss man ja nicht unbedingt ausschöpfen.«