Preisvergleich: Auf Sparkurs mit Ökostrom - DER SPIEGEL
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Preisvergleich Auf Sparkurs mit Ökostrom

Ökostrom lohnt sich - nicht nur aus Umweltschutzgründen. Eine neue Studie des Verbraucherportals Verivox zeigt: In vielen Fällen sind umweltfreundliche Tarife sogar deutlich günstiger als Standard-Gebührensätze. Doch nicht alle grünen Angebote sind gleich gut - SPIEGEL ONLINE zeigt, worauf Sie achten müssen.
Strommasten: Wechsel zu Ökostromanbietern lohnt sich
Strommasten: Wechsel zu Ökostromanbietern lohnt sich

Strommasten: Wechsel zu Ökostromanbietern lohnt sich

Foto: A3528 Armin Weigel/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Wer auf Ökostrom umsteigt, kann kräftig Geld sparen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die das Verbraucherportal Verivox  jetzt veröffentlicht. Die Untersuchung der Energieexperten zeigt: Trotz höherer Produktionskosten sind selbst Ökostromprodukte mit strengen Gütesiegeln häufig günstiger als die sogenannten Grundversorgungstarife. Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Tarife, die die örtlichen Versorger - zum Beispiel Stadtwerke - anbieten müssen.

So belaufen sich die bundesweiten Durchschnittskosten für die Grundversorgung bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden derzeit auf 965 Euro. Bei Ökostromtarifen mit Gütesiegeln (TÜV, OK power, Grüner Strom Label) betragen die durchschnittlichen Kosten bei gleichem Verbrauch rund 950 Euro. Einzelne Gebührensätze sind sogar noch weit günstiger: So sparen Verbraucher bei TÜV-zertifizierten Tarifen wie "ESWE" (838 Euro), "E wie Einfach" (810 Euro) oder dem Ökostromangebot von Vattenfall (819 Euro) jeweils deutlich mehr als 100 Euro im Jahr.


Was kostet Ökostrom in meiner Region? Die große Übersicht auf SPIEGEL ONLINE:


Allerdings gibt es auch Strom aus konventionellen Energiequellen, der deutlich günstiger ist als der Grundversorgungstarif - wenn man auf ein anderes Abrechnungsverfahren umsteigt. Die Energieexperten von Verivox raten Verbrauchern daher zu einem Anbieterwechsel (Wie das funktioniert: siehe linke Spalte).

Umweltbewussten Verbrauchern rät Verivox allerdings zur Vorsicht. Die Analyse des Ökostrommarktes zeige, dass die meisten Ökostromtarife keinerlei Gütesiegel oder Zertifikate aufweisen, teilen die Experten mit. Über die genaue Herkunft des Stroms werden in diesem Fall keine Angaben gemacht. Auch können sich Verbraucher nicht sicher sein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien durch diesen Tarif gefördert wird. Insgesamt werden 605 solcher Tarife von 269 Stromversorgern angeboten. "Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet", sagt Peter Reese von Verivox, "sollte daher neben dem Preis auch auf entsprechend strenge Gütesiegel achten."