Software-Ehrgeizlinge Oracle-Chef will nun SAP deklassieren
Los Angeles - In der spanischen Zeitung "Expansion" sagte Oracles CEO Jeff Henley, Oracle könne in dieser Sparte Weltmarktführer werden. Oracle sei in einer Position, in der man SAP überholen könne. "Mit dem Kauf von PeopleSoft werden wir Marktanteile und weitere Kunden gewinnen. Dies wird uns in eine Position sehr nah an SAP bringen."
Nachdem die PeopleSoft-Führungsspitze ihren Widerstand gegen die Offerte Anfang der Woche aufgegeben hatte, will Oracle den kleineren Konkurrenten für insgesamt 10,3 Milliarden Dollar übernehmen. Henley kündigte an, der fusionierte Konzern werde sich um eine Expansion in der Sparte kleinerer und mittlerer Unternehmen bemühen - einem Sektor, der "enorme Wachstumsmöglichkeiten" biete.
SAP: Neue Basis in Fernost
SAP will derweil einem Pressebericht zufolge in China expandieren. Das Unternehmen baue ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Shanghai, in dem im Jahr 2009 rund 1500 Forscher arbeiten sollen, berichtet die Tageszeitung "China Daily" unter Berufung auf einen SAP-Manager. Derzeit liege die Zahl der Entwickler in China bei 200.
Europas größter Softwarekonzern wolle mit der Aufstockung der steigenden Nachfrage aus China begegnen. Zudem solle das Zentrum als globale Entwicklungsbasis dienen. SAP verbuchte in den vergangenen vier Jahren in der Volksrepublik ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 64 Prozent. Diese Wachstumsgeschwindigkeit werde 2004 eingehalten, zitiert die Zeitung den Präsidenten von SAP China, Klaus Zimmer.