Geldwäsche: EU verschärft Vorschriften - DER SPIEGEL
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Reaktion auf "Panama Papers" EU verschärft Geldwäsche-Richtlinien

Als Reaktion auf die Panama-Papers-Affäre und Anschläge in Paris und Brüssel geht die EU nun härter gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vor: EU-Bürger sollen künftig erfahren, wer hinter Briefkastenfirmen steckt.
EU-Parlament in Straßburg
EU-Parlament in Straßburg

EU-Parlament in Straßburg

Foto: Jean-Francois Badias/ AP
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Die EU geht härter gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vor. Als Reaktion auf die Panama-Papers-Affäre und Anschläge in Paris und Brüssel stimmte das EU-Parlament einer Verschärfung der entsprechenden EU-Richtlinie zu.

Künftig bekommen EU-Bürger damit das Recht zu erfahren, wer der wahre Eigentümer und Profiteur von Unternehmen ist. Briefkastenfirmen, die gegründet wurden, um Geld zu waschen, Steuern zu vermeiden oder Vermögen zu verstecken, sollen so bekämpft werden.

Mit den neuen Vorschriften soll auch der Anonymität bei Geldgeschäften im Internet der Kampf angesagt werden, die zum Beispiel Terroristen ausnutzen könnten. Umtauschplattformen für Kryptowährungen wie Bitcoin müssen künftig ihre Kunden kontrollieren. Diese Plattformen müssen außerdem zugelassen oder eingetragen sein.

"Richtige Antwort auf Steuerflucht und Steuervermeidung"

Vertreter des Parlaments und der Mitgliedstaaten hatten sich bereits im Dezember 2017 auf eine gemeinsame Linie für die Regelverschärfung geeinigt. Die EU-Länder haben nach Inkrafttreten der Richtlinie dann 18 Monate Zeit, um die neuen Vorschriften in nationales Recht umzusetzen.

"Geldwäscher und Steuervermeider scheuen Transparenz wie der Teufel das Weihwasser", sagte der Grünen-Abgeordnete Sven Giegold. "Die neuen Regeln zur Bekämpfung der Geldwäsche sind die richtige Antwort auf Steuerflucht und Steuervermeidung."

Dubiose Finanztransaktionen würden künftig deutlich erschwert, teilte der konservative Abgeordnete Krisšjanis Karinsš mit, der den Kompromiss mit ausgehandelt hatte.

brt/dpa