Italien stellt Sparpläne infrage - DER SPIEGEL
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Trotz hoher Schulden Italien stellt Sparpläne in Frage

Italien rückt von seinen Sparversprechen ab. Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer und Wiedereinführung einer Immobilienabgabe wackeln. Im Haushalt des bedenklich hoch verschuldeten Landes würde dadurch eine Milliardenlücke klaffen.
Italienische Flagge: Drohende Milliardenlücke im Haushalt
Italienische Flagge: Drohende Milliardenlücke im Haushalt

Italienische Flagge: Drohende Milliardenlücke im Haushalt

Foto: TONY GENTILE/ REUTERS
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Rom - Die italienische Regierung könnte nach den Worten von Industrieminister Flavio Zanonato die umstrittene Immobiliensteuer kassieren und auf die geplante Mehrwertsteuererhöhung verzichten. "Ich denke, dass wir zum Herbstbeginn ankündigen könnten, dass die Mehrwertsteuer nicht um einen Prozentpunkt angehoben wird und dass es keine Immobiliensteuer auf den Erstwohnsitz geben wird", sagte Zanonato am Samstag der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge.

Ministerpräsident Enrico Letta hat die Mehrwertsteueranhebung bereits aufgeschoben. Zudem setzte er die von Ex-Regierungschef Mario Monti eingeführte Immobiliensteuer aus und kündigte deren Reform bis Ende August an. Eine Abschaffung dieser Steuer würde den Fiskus des hoch verschuldeten Landes mit vier Milliarden Euro belasten.

Die Regierung müsste an anderer Stelle einsparen, um ein Haushaltsloch zu vermeiden. Sonst könnte das Land die Budgetvorgaben der Europäischen Union nicht erfüllen.

ssu/Reuters