Schuldenkrise Juncker attackiert griechische Regierung - und beschwört das Volk
EU-Kommissionspräsident Juncker: "Ich habe alles getan, was ich konnte"
Foto: THIERRY CHARLIER/ AFPEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat das griechische Volk aufgerufen, beim geplanten Referendum gegen die Empfehlung der eigenen Regierung zu stimmen. "Wenn die Griechen mit 'Ja' stimmen, ist das ein Zeichen an die EU und die Welt, dass Griechenland im Euro bleiben will", sagte Juncker am Montag in Brüssel.
Dies gelte auch, wenn die Fragestellung in der Volksabstimmung noch geändert werde. Der von Linken geführten Regierung in Athen machte er schwere Vorwürfe, die Reformvorschläge von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds nicht angenommen und stattdessen das Referendum für Sonntag angesetzt zu haben. "Nach allen Anstrengungen, die ich unternommen habe, fühle ich mich ein wenig verraten, denn die Menschen berücksichtigen meine persönlichen und die Anstrengungen vieler anderer Menschen nicht genug."
Der Versuch, eine Demokratie gegen 18 andere der Eurozone auszuspielen, stehe Griechenland nicht. Gleichwohl sagte er, die Tür für Verhandlungen stehe weiter offen. Neue Vorschläge unterbreitete Juncker nicht.