Neun weitere Länder planen Mietpreisbremse - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wohnungsmarkt Neun weitere Länder planen Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse findet in immer mehr Bundesländern Anklang. Neun weitere Regierungen wollen dem Wohnungsmarkt in den gefragten Vierteln Fesseln anlegen.
Wohnungsbau in Köln: Krisengebiet für Mietwohnungssucher
Wohnungsbau in Köln: Krisengebiet für Mietwohnungssucher

Wohnungsbau in Köln: Krisengebiet für Mietwohnungssucher

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hamburg wollen weitere neun Bundesländer die Mietpreisbindung einführen. Das ergab eine Umfrage des "Handelsblatts". Einzig Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sähen wegen der großen Leerstände auf dem Wohnungsmarkt keinen Handlungsbedarf.

Von den Nachzüglern sind die Bayern die ersten. Ab August solle der Anstieg der Miete bei einem Wechsel gedeckelt werden, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Mehr als zehn Prozent darf der Betrag dann nicht mehr über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Laut Mieterbund gilt die Mietpreisbremse dann bereits für 20 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestands.

Die Mietpreisbremse ist nach einem Beschluss des Bundestages seit dem 1. Juni in Kraft. Für die Umsetzung sind allerdings die Länder verantwortlich. Per Rechtsverordnung werden die Gebiete definiert, in denen die Wohnungsnot so groß ist, dass die Preise überproportional steigen. In einzelnen Vierteln ist die Nachfrage so groß, dass die Eigentümer Mietsprünge von bis zu 40 Prozent durchsetzen können.

In Berlin, wo die Regelung seit 1. Juni in Kraft ist, sind bereits erste Wirkungen festzustellen. Die Kaltmieten pro Quadratmeter gingen im Zeitraum zwischen Mai und Juni im Mittel um 3,1 Prozent zurück.

mik

Mehr lesen über

Verwandte Artikel