Private Krankenversicherung: Beiträge werden wohl deutlich steigen - DER SPIEGEL
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Medienbericht Beiträge für private Krankenversicherer werden wohl deutlich steigen

Im Schnitt sollen die Prämien bei privaten Versicherern bald um 18 Prozent steigen. Das berichtet die »Süddeutsche Zeitung« unter Berufung auf Verbandsangaben. Grund sind demnach Folgen der Pandemie.
Krankenbett im Krankenhausflur
Krankenbett im Krankenhausflur

Krankenbett im Krankenhausflur

Foto: Ralph Lueger / IMAGO

Die Mehrheit der privaten Krankenversicherer will ihre Beiträge zum 1. Januar 2025 erhöhen. Kundinnen und Kunden der PKV müssten sich auf stark steigende Prämien einstellen, berichtet die »Süddeutsche Zeitung«  unter Berufung auf Angaben des PKV-Verbandes. Demnach seien rund zwei Drittel aller 8,7 Millionen Vollversicherten betroffen.

Im Schnitt sollen die Prämien um 18 Prozent steigen, viele Kundinnen und Kunden könne es aber auch noch deutlich härter treffen. »Preiserhöhungen von mehr als 30 Prozent werden keine Seltenheit sein«, heißt es in dem Bericht.

Die Briefe mit den neuen Preisen sollen demnach in den kommenden Wochen verschickt werden. Die Prämien würden bei den meisten Anbietern zum 1. Januar angepasst, bei einzelnen wie der DKV sei das zum 1. April der Fall. Einige wenige Versicherer würden die Preise aber auch gar nicht erhöhen. Welche das sind, schreibt die »Süddeutsche Zeitung« nicht.

Ein Grund: Nachgeholte Behandlungen

Grund für die Beitragserhöhungen seien die höheren Ausgaben der privaten Krankenversicherer, 2023 seien die Leistungsausgaben um 13,5 Prozent gestiegen. Der Trend habe sich im ersten Halbjahr 2024 fortgesetzt. Ein Grund sei, dass Behandlungen, die während der Coronapandemie aufgeschoben worden seien, nun nachgeholt würden. Auch die Inflation sei in dem Bereich zu spüren.

»Hauptkostentreiber sind die Behandlungen im Krankenhaus«, sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther der »Süddeutschen Zeitung«. Jetzt zeigten sich die Auswirkungen der gestiegenen Tarifgehälter in der Krankenpflege sowie der höheren gesetzlichen Mindestvorgaben zum Pflegepersonal.

Im vergangenen Jahr hatten die privaten Krankenversicherungen sich nach Jahren des Schrumpfens über Kundenzuwachs gefreut. 2023 wechselten unterm Strich nach vorläufigen Zahlen aus dem Januar 48.000 Menschen mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private, ein Spitzenwert für dieses Jahrzehnt und das vorige. Dadurch waren 2023 insgesamt 8,71 Millionen Menschen bei einer privaten Krankenversicherung vollversichert.

ptz