Russland erlässt Nordkorea fast alle Schulden - DER SPIEGEL
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Erbe der Sowjet-Zeit Russland erlässt Nordkorea fast alle Schulden

Erfolg für das Regime von Kim Jong Un: Russland verzichtet auf einen Großteil seiner Forderungen an Nordkorea. Die restliche Summe soll umgeschuldet werden und in Hilfsprojekte fließen.
Straßenszene in Pjöngjang: Auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen
Straßenszene in Pjöngjang: Auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen

Straßenszene in Pjöngjang: Auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen

Foto: PEDRO UGARTE/ AFP
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Moskau - Nordkorea ist arm und politisch weitgehend isoliert. Zu den wenigen Verbündeten des Landes gehört die russische Regierung - und die greift dem Regime von Diktator Kim Jong Un nun auch finanziell unter die Arme: Russland erlässt Nordkorea 90 Prozent seiner Schulden aus der Zeit der Sowjetunion in Höhe von insgesamt elf Milliarden Dollar.

Der Rest der Summe werde umgeschuldet und in russische Projekte in Nordkorea investiert, kündigte der zuständige Politiker im russischen Finanzministerium, Konstantin Wyschkowski, am Dienstag an. Laut dem russischen Vizefinanzminister Sergej Stortschak soll gut eine Milliarde Dollar in Bildungs-, Gesundheits- und Energieprojekte fließen.

Die beiden Staaten hatten jahrelang um eine Einigung in der Frage der Altschulden gerungen. Nordkorea ist nach Naturkatastrophen und wegen Misswirtschaft auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Nach schweren Überflutungen im Sommer erklärte sich das Land kürzlich sogar überraschend bereit, ein Hilfsangebot des verfeindeten Südkoreas anzunehmen.

dab/Reuters/dpa