Stellenabbau MySpace entlässt ein Drittel seiner Mitarbeiter
New York - Zurück zur Start-up-Kultur: Das Online-Netzwerk MySpace will in den USA fast jeden dritten Arbeitsplatz streichen. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, man werde künftig in den USA nur noch 1000 Mitarbeiter beschäftigen. Damit fallen knapp 500 Stellen weg.
Von der Streichung erhoffe er sich mehr Effizienz und Innovation, erklärte der erst seit Ende April amtierende MySpace-Chef Owen Van Natta. "Unsere Belegschaft war einfach aufgebläht und hat uns daran gehindert, ein effizientes und schlankes Team-orientiertes Unternehmen zu sein", hieß es in Van Nattas Erklärung. Über die Stellenkürzung war bereits in der vergangenen Woche spekuliert worden.
Die angekündigte Restrukturierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem MySpace zunehmend unter Konkurrenz zu leiden hat. In den vergangenen Monaten war das soziale Online-Netzwerk klar von Facebook überholt worden. Nutzer können bei MySpace Profile anlegen, sich auf der Seite präsentieren und ihre Profile mit denen von Freunden und Bekannten verknüpfen. Das Unternehmen gehört zu Rupert Murdochs Medienimperium News Corp .
Ob von der Kürzungs-Orgie auch MySpace-Niederlassungen in Europa betroffen sind, wurde zunächst nicht bekannt. Erst im Oktober des vergangenen Jahres hatte MySpace seine Vertretung in Amsterdam geschlossen und mit der in Berlin zusammengelegt.