T-Online-Kritiker "Wie im Taubenschlag"
Köln - Jella Benner-Heinacher, Geschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), kritisierte zunächst die Expansion von T-Online: "Wenn sich eine verlustträchtige Mutter verlustträchtige Töchter zulegt, wird daraus noch keine gute Familie", sagte sie. Die Aktionärsschützerin forderte T-Online-Chef Thomas Holtrop auf, klarzustellen, wann und in welcher Form sich die neuen Kooperationen auszahlen werden.
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Etwas deutlicher wurde sie bei dem Aktienoptionsplan des Vorstands: "Mit Shareholder Value hat das nichts zu tun, 25 Prozent sind eine lächerliche Zielsetzung" sagte sie. Der Plan sieht vor, dass die Optionen ausgeübt werden können, wenn der Kurs der T-Online-Aktie um 25 Prozent steigt. Ihr Kollege Lars Labryga rechnete vor, dass dem Vorstand 90 Millionen Mark zufließen würden, wenn der Kurs wieder auf den Emissionspreis von 27 Euro steigen würde.
Kritik übten die Aktionärsschützer auch an der Personalpolitik. "Im T-Online-Vorstand geht es zu wie im Taubenschlag", sagte Benner-Heinacher und spielte damit auf den regen Wechsel in der Führungsetage des Unternehmens an. Für die zeitweise Führungslosigkeit machte sie Telekom-Chef Ron Sommer verantwortlich, der Aufsichtsratsvorsitzender von T-Online ist.