Tarifstreit Telekom-Chef schließt neues Angebot aus
Bonn - Die Deutsche Telekom will 50.000 Mitarbeiter in eine Service-Gesellschaft auslagern und dort zu deutlich schlechteren Konditionen beschäftigen. "Einschnitte bei Besitzständen sind verständlicherweise unangenehm", sagte Obermann heute in Bonn. "Aber wir haben keine Alternative, um dem Unternehmen und den Beschäftigten Sicherheit zu bieten." Er hoffe, dass die Gewerkschaft Ver.di auf das bis Mittwoch geltende Angebot eingehe. "Am Mittwoch beraten wir, wie wir fortfahren."
Die Telekom will 50.000 Beschäftigte der Festnetzsparte in drei konzerneigene Gesellschaften ausgliedern. Die Mitarbeiter sollen dort länger arbeiten und weniger verdienen. Damit will der Konzern wettbewerbsfähiger werden und die Beschäftigung langfristig sichern.
Ver.di hat auch ein nachgebessertes Tarifangebot des Konzerns als völlig unzulänglich zurückgewiesen und mit einem Streik gedroht. Am Wochenende bekräftigte Gewerkschaftschef Frank Bsirske die Entschlossenheit zu einem Arbeitskampf. An diesem Freitag wird sich die Ver.di-Tarifkommission mit einer Urabstimmung über einen Streik befassen.
wal/Reuters