Terror-Fahndung Finanzier der al-Qaida kapituliert
Kandahar/New York - "Er stand buchstäblich plötzlich vor unserem Tor", sagte ein US-Militär zur Kapitulation des mutmaßlichen Terroristen. Der Mann habe sich freiwillig bei den Marines am Flughafen von Kandahar gestellt. CNN berichtet unter Berufung auf Militärkreise, der Mann habe mit Geldgeschäften der al-Qaida zu tun und habe offenbar auch eigenes Geld investiert, um das Terrornetzwerk zu finanzieren.
Der US-Offizier James Jarvis wollte gegenüber der Nachrichtenagentur AP nichts genaueres über die Identität des Mannes mitteilen. Seine Nationalität und sein Name sind bisher unbekannt. Offiziell teilt amerikanische Militär nur mit, der Mann "behaupte, Informationen über al-Qaida zu haben". Man sei hoch erfreut darüber, dass er sich gestellt habe. Derzeit hält sich der Mann AP zufolge weiter in der Marine-Basis in Kandahar auf, wo er befragt werde. Er sei aber nicht inhaftiert worden.
CNN berichtet unter Berufung auf amerikanische Sicherheitskreise, der Mann sei ein "führender Kopf" im afghanischen Opium-Geschäft.
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Der US-Finanzminister Paul O'Neill hat derweil die Erfolge bei der Austrocknung geheimer terroristischer Geldströme gelobt. In der "Charlie Rose"-Show sagte O'Neill, al-Qaida kämpfe mit schweren Probleme, weil viele Konten der Terroristen mittlerweile gesperrt seien. Kanäle, durch die bisher Gelder geflossen seien, könnten nicht mehr genutzt werden wie bisher. Al-Qaida könne vielfach seine Mitglieder nicht mehr entlohnen und habe ernste Schwierigkeiten beim Einkauf von Vorräten.
Nach dem 11. September haben die USA die Guthaben von Organisationen, Personen und Gruppen eingefroren, die in Verbindung mit Osama Bin Ladens Terrornetzwerk stehen sollen. Viele dieser Gruppen sollen sich als wohltätige Vereinigungen getarnt haben. In den USA wurden Konten mit einem Gesamtguthaben von 34,2 Millionen Dollar gesperrt, andere Länder haben 33,9 Millionen Dollar eingefroren.