Teure Währung: Euro steigt auf Allzeithoch - DER SPIEGEL
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Teure Währung Euro steigt auf Allzeithoch

Der Euro ist am Mittwoch erstmals über 1,30 Dollar geklettert. Damit hat die Gemeinschaftswährung eine Rekordmarke erreicht.
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Frankfurt am Main - Im Devisenhandel kostete ein Euro zeitweise 1,3000 US-Dollar. Damit ist der Euro so teuer wie noch nie zuvor seit seiner Einführung im Januar 1999. Ihren bisherigen Höchststand hatte die Gemeinschaftswährung am Wochenende mit 1,2996 Dollar erreicht.

Der Dollar konnte dagegen nur kurz von dem überraschend deutlichen Rückgang des Defizits in der US-Handelsbilanz profitieren. Der Euro gab auf 1,2960/64 Dollar von knapp unter dem bisherigen Hoch von 1,2985 Dollar nach, ehe er über 1,30 Dollar sprang. "Wir waren einfach zu kurz davor, die 1,30 Dollar zu durchbrechen, um abzudrehen", sagte ein Händler in Frankfurt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte noch kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen den Referenzwert mit 1,2977 Dollar nach 1,2911 Dollar am Vortag festgelegt.

Das Defizit in der US-Handelsbilanz war im September mit 51,56 Milliarden Dollar deutlich niedriger als von Analysten im Schnitt mit 53,50 Milliarden Dollar erwartet ausgefallen. Zugleich revidierte das US-Handelsministerium den Fehlbetrag vom Vormonat auf 53,55 von zunächst 54,04 Milliarden Dollar herunter.

Der Wert sei aber immer noch "extrem hoch", sagten Händler. Nur eine Zahl deutlich unter 50 Milliarden Dollar hätte für etwas Entspannung sorgen können. Jetzt warte der Markt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend.