Transrapid: Schröder trifft Mehdorn - DER SPIEGEL
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Transrapid Schröder trifft Mehdorn

Es gibt kaum etwas, was Kanzler Gerhard Schröder derzeit nicht zur Chefsache macht. Nachdem sein liebstes Technologie-Projekt Transrapid zuletzt arg in die Schwebe geriet, wird er nun persönlich tätig. Die Magnetbahn liegt ihm am Herzen, und das will er Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am Dienstag ganz persönlich erläutern.
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Bundeskanzler Gerhard Schröder hält anscheinend trotz aller Widerstände am Transrapid fest. Am kommenden Dienstag wolle der SPD-Vorsitzende in einem Gespräch mit Bahn-Chef Hartmut Mehdorn seine Haltung deutlich machen, berichtete das Magazin "Focus" am Samstag vorab. Auch Verkehrsminister Reinhard Klimmt und Finanzminister Hans Eichel wollten das umstrittene Projekt durchziehen. Gleichwohl äußerten sich SPD und Grüne bei einer gemeinsamen Sitzung ihrer Fraktionsführungen am Samstag in Bonn zunehmend skeptisch über das Projekt.

SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte, es sei Beschlusslage der Koalition, dass es nicht mehr als 6,1 Milliarden Mark für den Bau der Strecke Hamburg - Berlin geben werde. Er ließ aber offen, dass die Industrie mehr Geld in das Projekt geben könnte. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Kerstin Müller erklärte dagegen, durch die jüngsten Aussagen von Bahnvorstand Hartmut Mehdorn sei zum wiederholten Male klar geworden, "dass der Transrapid im Grunde genommen mausetot ist".

Struck räumte ein, dass das Projekt wahrscheinlich nicht zu verwirklichen sei, wenn es bei dem bleibe, was Mehdorn und andere jetzt gesagt hätten. In der nächsten Woche werde es ein Treffen Mehdorns mit Schröder und dann auch mit dem Verkehrsminister und allen Beteiligten geben.

Bereits am Freitag hatte Klimmt das grundsätzliche Interesse der Bundesregierung an der Magnetschnellbahn betont und erklärt, die Diskussion müsse sich nicht auf diese Strecke beschränken. "Transrapid ist eine Technologie, von der wir überzeugt sind, dass sie Sinn macht", sagte der Minister. "Wir sollten sie nicht aufgeben."

Zuvor hatte die hessische Landesregierung für Montag geplante Verhandlungen über eine Länderbürgschaft mit der Begründung abgesagt, die Trasse Hamburg - Berlin sei offenkundig "gestorben".

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