Yi-Ko-Holding Burger-King-Filialist nimmt Insolvenzantrag zurück
Burger-King-Filiale in München: Doch nicht insolvent
Foto: Andreas Gebert/ dpaStade/München - Wochenlang war es ruhig um die wiedereröffneten Burger-King-Filialen - jetzt gibt es eine überraschende Wende in dem Fall: Der Insolvenzantrag für die Yi-Ko-Holding, die Betreibergesellschaft der 89 vorübergehend geschlossenen Schnellrestaurants ist vom Tisch. Das Amtsgericht Stade teilte am Donnerstag mit, dass einem entsprechenden Antrag der Gesellschaft stattgegeben worden sei.
Hinter dem Unternehmen steht der russische Investor Alexander Kolobov. Einer Mitteilung zufolge hat er für die Betreibergesellschaft ein Finanzpaket über 15 Millionen Euro geschnürt. In den 89 Filialen arbeiten insgesamt rund 3000 Beschäftigte.
Burger King hatte seinem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko im November fristlos gekündigt und dies unter anderem mit Vertragsverstößen begründet. Dabei ließ die Fast-Food-Kette auch die Nutzung von Marke, Produktnamen und Firmenlogo verbieten. Die 89 Filialen des Franchisenehmers mussten schließen.
Yi-Ko legte Widerspruch gegen das Nutzungsverbot für die Marke ein. Hintergrund des Streits waren mutmaßliche Verstöße gegen die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen. Ein RTL-Team um den Journalisten Günter Wallraff hatte zudem über schwerwiegende Hygienemängel in Yi-Ko-Filialen berichtet.
Nach einem Insolvenzantrag der Yi-Ko-Betreibergesellschaft Burger King GmbH hatte die Fast-Food-Kette mit dem bisherigen vorläufigen Insolvenzverwalter Marc Odebrecht eine Lizenzvereinbarung geschlossen und auch einen Massekredit in Millionenhöhe gewährt. Damit wurde der Weg für die Wiedereröffnung der Filialen frei. Mitte Dezember wurden in den ersten Läden wieder Kunden empfangen und Fast Food verkauft - obwohl die Betreibergesellschaft insolvent war.