Deutsche Bahn baut ICE-4-Flotte aus - DER SPIEGEL
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Aufsichtsratssitzung Deutsche Bahn baut Zugflotte aus

Mehr Fahrgäste erwartet: Die Deutsche Bahn bestellt 18 neue ICE 4. Weitere 50 Wagen benötigt das Unternehmen, um Züge zu verlängern.
Ein Intercity-Express (ICE)
Ein Intercity-Express (ICE)

Ein Intercity-Express (ICE)

Foto: Martin Schutt/ dpa
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Die Deutsche Bahn verstärkt ihre Flotte der Fernzüge: Der Aufsichtsrat des Konzerns billigte in seiner Sitzung in Berlin zusätzliche Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro bis Ende 2024. Das teilte das Unternehmen auf seiner Website mit.

Im Juni war bekannt geworden, dass die Bahn ihren Wagenpark stärker ausbauen will, um der steigenden Fahrgastzahl gerecht zu werden. Etwa 700 Millionen Euro sind für 18 neue ICE-4-Züge vorgesehen. Außerdem wolle der Konzern weitere 50 Wagen kaufen, mit denen bereits bestellte ICE 4 verlängert werden sollen. Weitere rund 320 Millionen Euro steckt die Bahn den Angaben zufolge in die Modernisierung ihrer ICE-1-Flotte, die seit 1991 in Betrieb ist. Die Bahn und Siemens hatten 2011 ein milliardenschweres Rahmenabkommen zur Lieferung von bis zu 300 ICE-4 geschlossen.

ICE 4 wird längster Personenzug

Der verlängerte ICE 4 wird 375 Meter lang sein und damit der längste Personenzug der Deutschen Bahn. Die neuen Züge haben 918 Sitzplätze, 88 mehr als die ICE mit zwölf Wagen. Die Zahl der Bahnreisenden steigt seit Jahren, 2017 hat das Unternehmen im Fernverkehr 142 Millionen Menschen befördert.

Im Januar hatte das Unternehmen außerdem bekannt gegeben, sein Schienennetz digitalisieren zu wollen. Nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft McKinsey würden dafür rund 1,7 Milliarden Euro benötigt. Die die Finanzierung ist jedoch unklar - nicht zuletzt wegen der Schulden des Staatskonzerns, die sich auf etwa 20 Milliarden Euro belaufen.

Zuletzt war die Bahn wegen sinkender Pünktlichkeit in die Kritik geraten. Im August fuhren unter 70 Prozent der Fernverkehrszüge pünktlich ab. In Folge der Verspätungen stellten Fahrgäste mehr Anträge auf Entschädigung.

kko/dpa/Reuters