Deutsche Bahn Technik-Chefin verlässt den Vorstand
Heike Hanagarth: Sie verlässt "einvernehmlich" den Vorstand
Foto: JOHN MACDOUGALL/ AFPDie einzige Frau im Vorstand der Deutschen Bahn legt im Zuge des Konzernumbaus ihr Mandat nieder. Die für Technik und Umwelt zuständige Managerin Heike Hanagarth scheide Ende Juli "einvernehmlich" aus dem Unternehmen aus, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Ingenieurin gehörte dem Konzernvorstand seit Dezember 2013 an. Der Vorstandsposten war damals neu geschaffen worden, auch um die Probleme bei der Beschaffung und Zulassung von Zügen besser in den Griff zu bekommen.
Bahn-Chef Rüdiger Grube arbeitet derzeit an einem Konzernumbau. Medienberichten zufolge will er den Vorstand voraussichtlich um zwei Mitglieder verkleinern. Von den bisher acht Vorständen gelten neben Grube auch Richard Lutz (Finanzen) und Volker Kefer (Infrastruktur) als gesetzt. Der glücklose Manager Ulrich Homburg (Personenverkehr) muss dagegen gehen. Die Stelle von Karl-Friedrich Rausch (Logistik), der sich in den Ruhestand verabschiedet, wird nicht neu besetzt.
Bahn-Manager halten zudem das Aus für Güterbahn-Chef Alexander Hedderich für sicher, dessen Sparte in den vergangenen Jahren stets die Geschäftsziele verfehlt hatte. Das von Ulrich Weber geleitete Personalressort soll den Angaben aus Konzernkreisen zufolge künftig von einer Frau besetzt werden, damit in der Unternehmensführung nicht allein Männer sitzen.
Es wird zudem erwartet, dass der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) in den Vorstand wechselt. Er ist seit Jahresbeginn bei der Deutschen Bahn Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen.