Arbeitskampf Gewerkschaft sagt Fluglotsenstreik ab
Fluglotsen auf dem Tower am Flughafen in Bremen: Protest gegen EU-Pläne
Foto: Ingo Wagner/ dpaBerlin - Die Lufthansa wollte den geplanten Streik der Fluglotsen gerichtlich verbieten lassen - nun hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Arbeitsausstand selbst wieder abgeblasen. Man habe den Aufruf zur Unterstützung der französischen Kollegen zurückgenommen, nachdem diese ihren für die nächste Woche geplanten Ausstand abgesagt hatten, teilte ein GdF-Sprecher mit.
Fluglotsen verschiedener nationaler Flugsicherungen hatten für die kommenden Tage Arbeitsniederlegungen angekündigt. Sie wollen damit gegen Reformpläne der EU zur Neuordnung des europäischen Luftraums protestieren. Der deutsche Ausstand war von der GdF als einstündiger Unterstützungsstreik für die Franzosen deklariert worden, um den Anschein eines politischen Streiks zu vermeiden. Diese sind in Deutschland verboten.
In Deutschland hatte die GdF rund 2000 Lotsen bundesweit aufgerufen, von 8 bis 9 Uhr am Mittwochmorgen die Arbeit niederzulegen. Lufthansa und Flugsicherung hatten sich bereits auf Flugausfälle vorbereitet. Es gibt aber weitere Streikaufrufe europäischer Lotsengewerkschaften für die kommende Woche.