Griechischer Anleihentausch Am 12. März kommt der Schuldenschnitt
Athen - Der im Rettungspaket für Griechenland vorgesehene Tausch von Staatsanleihen wird für den 12. März erwartet. Ende der Woche werde den privaten Gläubigern ein Angebot unterbreitet, sagte ein Vertreter des griechischen Finanzministeriums. Am 9. März werde dann geprüft, ob mindestens 66 Prozent der Investoren auf das Angebot eingegangen seien. Dieser Anteil gilt als Minimum für einen erfolgreichen Tausch.
Zuvor hatten sich die Finanzminister der Euro-Zone darauf geeinigt, dass die Privatgläubiger Griechenland 53,5 Prozent der Schulden erlassen sollen. Der Rest wird in neue Anleihen mit langer Laufzeit umgetauscht, die von den internationalen Geldgebern mit 30 Milliarden Euro abgesichert werden sollen.
Noch in dieser Woche will die Regierung in Athen die gesetzliche Grundlage schaffen, um Anleihen auch dann umzutauschen, wenn deren Besitzer nicht zugestimmt haben. Dazu sollen die Papiere nachträglich mit sogenannten "Collective Action Clauses" versehen werden können. Die Abstimmung über ein entsprechendes Gesetz soll am Donnerstag stattfinden.
An den Börsen hat die Einigung auf das Griechenlandpaket gemischte Reaktionen hervorgerufen. In Deutschland gab der Aktienindex Dax um 0,6 Prozent auf 6908 Punkte nach. An der New Yorker Wall Street stiegen die Kurse dagegen. Der wichtigste US-Index Dow Jones kletterte kurzzeitig sogar über die Marke von 13.000 Punkten. Es war das erste Mal seit Mai 2008 - also bevor die Finanzkrise eskaliert war.
Die Gewinne hielten sich aber in Grenzen, weil die Investoren die Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland bereits erwartet hatten. Zudem hegten einige Anleger noch erhebliche Zweifel, ob eine Lösung für Griechenland auch eine Trendwende für die gesamte Euro-Zone bedeute, sagte Peter Kenny von Knight Capital.