Kaffee aus Nicaragua US-Aktivisten sprechen von 250.000 Kinderarbeitern
Nicaragua: Junge Kaffeepflücker auf dem Heimweg
Foto: JENNIFER SZYMASZEK/ REUTERSManagua - Die US-Kaffeekampagne Cultivar erhebt schwere Vorwürfe: Nicht nur die Unternehmen in Nicaragua, auch die Eltern selbst widersetzten sich dem landesweiten Verbot der Kinderarbeit, sagte Rafael Barrera von Cultivar der Zeitung "La Prensa".
Rund 250.000 Kinder würden auf den Kaffeeplantagen des Landes eingesetzt - vor allem bei der Ernte der Kaffeebohnen von November bis März und verstärkt im Norden des Landes, wo die meisten Plantagen liegen. Die Kinderarbeit sei Folge der Armut, sagte Barrera.
Cultivar wolle nun in Zusammenarbeit mit den Behörden des Landes Bildungsprogramme für die Kinder auf den Plantagen anbieten - "um sie ein bisschen von der Arbeit wegzuholen und in die Schule zu bringen". In ist die Arbeit von Kindern offiziell seit 2002 verboten.