Opel: Kurzarbeit im Werk Eisenach - DER SPIEGEL
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Werk im Umbruch Opel plant Kurzarbeit in Eisenach

Nur für acht von 21 Werktagen ist genug Arbeit da: Opel plant für den Oktober in seinem Werk in Eisenach Kurzarbeit. Grund ist die schwache Nachfrage der dort gefertigten Modelle.
Fertiggestellte Autos vor dem Opel-Werk Eisenach (November 2017)
Fertiggestellte Autos vor dem Opel-Werk Eisenach (November 2017)

Fertiggestellte Autos vor dem Opel-Werk Eisenach (November 2017)

Foto: Martin Schutt/ dpa
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Der kriselnde Autobauer Opel plant wegen schwacher Nachfrage in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Der Mainzer Verlagsgruppe VRM zufolge werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an acht von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche demnach Kurzarbeit. Für diese Zeit erhalten die Beschäftigten Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit (BA), die dem zuvor noch zustimmen muss.

Die Unternehmenszentrale in Rüsselsheim bestätigte die Angaben nicht konkret. Selbstverständlich passe man die Produktionsplanung regelmäßig an, wolle sich aber zu Details der internen Planung nicht äußern, sagte ein Sprecher.

Bereits unmittelbar nach den Werksferien im Sommer gab es in Eisenach Kurzarbeit. Zudem wurde laut VRM-Informationen bei gleicher Belegschaft die Produktionsgeschwindigkeit gedrosselt. Statt 37 laufen stündlich nur noch 30 Opel-Autos vom Band. Ähnliche Maßnahmen gab es auch in den Werken Rüsselsheim und im polnischen Gliwice.

Das Montagewerk Eisenach mit seinen rund 1800 Beschäftigten steht vor einem Umbruch. Es soll unter der Regie des neuen Opel-Eigentümers PSA von der Produktion der Kleinwagenmodelle Corsa und Adam auf den Geländewagen Grandland umgestellt werden. Der Corsa wird künftig nur noch im spanischen Saragossa gebaut, während der Adam Medienberichten zufolge im Mai auslaufen könnte.

PSA hatte Opel im vergangenen Jahr von General Motors übernommen. Dabei hat der Konzern zugesagt, keine Werke in Deutschland zu schließen und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Ende Mai einigten sich Betriebsrat und Geschäftsleitung von Opel schließlich auf eine Sanierung, bei der 3700 Stellen gestrichen werden sollen. Allerdings gilt bis Sommer 2023 ein Kündigungsschutz.

fdi/dpa