Renault senkt Umsatzerwartung - DER SPIEGEL
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Maue Autokonjunktur Renault senkt Umsatzerwartung

Krisenstimmung beim japanischen Partner Nissan und eine schwächelnde Autokonjunktur: Der französische Konzern Renault kämpft mit einem Haufen Probleme. Das Unternehmen kassierte sein Umsatzziel.
Renault erwartet weniger Umsatz
Renault erwartet weniger Umsatz

Renault erwartet weniger Umsatz

Foto: ADEK BERRY/ AFP
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Wegen der mauen Autokonjunktur hat der französische Autohersteller Renault seine Umsatzprognose gesenkt. Angesichts der rückläufigen Nachfrage werde der Umsatz 2019 auf dem Niveau des Vorjahres liegen anstatt zu wachsen, teilte Renault mit. Dennoch hält der Konzern am Ziel einer operativen Rendite von rund sechs Prozent fest.

Vor allem in den für den Konzern wichtigen Märkten Russland und Brasilien werde die Entwicklung nun schwächer als erwartet. Das Geschäft in Europa solle hingegen stabil bleiben - vorausgesetzt, es komme zu keinen schweren Verwerfungen durch den Brexit.

Auch andere Autohersteller und Zulieferer hatten zuletzt die Erwartungen enttäuscht. Am Donnerstag meldete nur VW gegen den Trend einen kräftigen Gewinnsprung .

Unklarheit über künftige Zusammenarbeit mit Nissan

Renault hatte in den ersten sechs Monaten weltweit mit 1,94 Millionen Autos 6,7 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 6,4 Prozent auf rund 28,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich rutschte der Gewinn um die Hälfte auf 970 Millionen Euro ab.

Dies lag vor allem daran, dass der japanische Partner Nissan diesmal nicht wie noch im Vorjahr zum Gewinn beitrug, sondern Geld kostete. Nissan will mit einem radikalen Sparkurs aus der Krise kommen und streicht rund 12.500 Jobs.

Offen ist weiterhin, wie es mit dem französisch-japanischen Bündnis nach dem Rauswurf von Konzernchef Carlos Ghosn weitergeht. Dem Manager war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden. Ghosn hatte die Allianz maßgeblich aufgebaut und stand ihr in mehreren Funktionen auch vor.

brt/Reuters/dpa