Middelhoff-Haft: Ex-Bertelsmann-Chef Wössner hat Mitleid - DER SPIEGEL
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Haftstrafe Ex-Bertelsmann-Chef hat Mitleid mit Middelhoff

Die Haftstrafe von drei Jahren für Thomas Middelhoff sei "viel zu hoch" - diese Ansicht vertritt der frühere Bertelsmann-Chef Mark Wössner. Auch er spielte in dem Prozess eine Rolle am Rande.
Damaliger Bertelsmann-Chef Wössner und Middelhoff 1998: Strafe "viel zu hoch"
Damaliger Bertelsmann-Chef Wössner und Middelhoff 1998: Strafe "viel zu hoch"

Damaliger Bertelsmann-Chef Wössner und Middelhoff 1998: Strafe "viel zu hoch"

Foto: © Arnd Wiegmann / Reuters
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Bielefeld/Essen -Thomas Middelhoff bekommt Zuspruch von einem Manager-Kollegen: Ex-Bertelsmann-Chef Mark Wössner hat das Strafmaß für Middelhoff als "viel zu hoch" bezeichnet. "Mir tut das unendlich leid", sagte Wössner dem "Westfalen-Blatt". Gemessen an anderen Wirtschaftsstrafverfahren seien die Richter über das Ziel hinausgeschossen. Wössner galt als Mentor Middelhoffs und war dessen Vorgänger auf dem Bertelsmann-Chefposten.

Das Landgericht Essen hat Middelhoff wegen Untreue in 27 Fällen und Steuerhinterziehung in drei Fällen zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt.

In dem Verfahren war es auch um eine Festschrift für Wössner gegangen. Diese war auf Veranlassung von Middelhoff von Arcandor mit 180.000 Euro gesponsert worden. Zu dem Schriftwerk sagte Wössner: "Das ist ein großartiges Buch, aber ich hatte damit nichts zu tun. Ich habe es geschenkt bekommen, das ist alles." Wössner sagte zudem, inzwischen stehe er mit Middelhoff nur noch in losem Kontakt.

mmq/dpa