Uber: Nummer zwei verlässt Fahrdienst-Vermittler verärgert - DER SPIEGEL
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Streit bei Fahrdienst-Vermittler Nummer zwei verlässt Uber verärgert

Er sollte das angekratzte Image von Uber wieder verbessern. Doch nach nur wenigen Monaten hat Jeff Jones wieder gekündigt. Der einstige Hoffnungsträger kritisierte das US-Unternehmen deutlich.
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Foto: ANTHONY WALLACE/ AFP
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Gerade einmal rund sechs Monate hat es Jeff Jones bei Uber ausgehalten. Der einstige Hoffnungsträger und die Nummer zwei des Unternehmens verlässt den Fahrdienstvermittler bereits wieder - und zeigte sich nach seinem Abgang verärgert. "Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe", sagte Jones der Tech-Website "Recode" .

Uber-Chef Travis Kalanick versuchte im Gegenzug, eine Verbindung herzustellen zwischen Jones' Abgang und seiner eigenen Suche nach einer rechten Hand auf einem neu geschaffenen Geschäftsführerposten. Nach dieser Ankündigung "kam Jeff zu der schweren Entscheidung, dass er seine Zukunft nicht bei Uber sieht", schrieb der Gründer und Chef in einer unter anderem von Bloomberg veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter.

Jones war erst Ende August vom US-Handelsgiganten Target, wo er Marketingchef war, zu Uber gekommen und sollte das angeschlagene Image des Start-ups wieder aufpäppeln. Vor Jones hatten zuletzt weitere Spitzenmanager das Unternehmen verlassen. Im vergangenen Monat wurde der hochrangige Technik-Experte Amit Singhal nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung bei seinem früheren Arbeitgeber Google gebeten, Uber zu verlassen. In diesem Monat stiegen der für Produkte und Wachstum zuständige Vizepräsident Ed Baker und der leitende Sicherheitsexperte Charlie Miller aus.

Uber war zuletzt in den Mittelpunkt mehrerer Kontroversen geraten. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber in einer Klage den Einsatz von Technologie vor, die ein ehemaliger Mitarbeiter gestohlen habe. Eine ehemalige Softwareentwicklerin beschrieb eine von Frauendiskriminierung geprägte Unternehmenskultur. Und Kalanick selbst geriet in die Kritik nach einem auf Video aufgezeichneten Streit mit einem Uber-Fahrer. Danach kündigte er an, einen Top-Manager für das Tagesgeschäft zu suchen.

max/dpa/Reuters