Urteil gegen Telekom Yahoo bleibt Expo-Partner
Hannover - Nach Ansicht des Gerichtes lassen sich aus der Expo-Weltpartnerschaft der Telekom keine Exklusivrechte auf Internet-Angebote ableiten. Der Vertrag sichere der Telekom Exklusivität nur bei Netzen und Endgeräten der Telekommunikation zu.
Die Expo-Gesellschaft hatte Yahoo als Produktpartner für Online-Auktionen und eine Internet-Suchmaschine gewonnen. Das Unternehmen zahlt dafür rund zehn Millionen Mark in Sachleistungen. Die Telekom investierte als Weltpartner nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Mark in die Expo, unter anderem für den Aufbau eines Glasfasernetzes.
Die Expo-Gesellschaft werde nun das Gespräch mit ihrem Weltpartner Telekom suchen, kündigte Expo-Sprecherin Silke Schumacher an. Der Telefonriese habe vor der Verhandlung auf einer Kündigung des Vertrags mit Yahoo bestanden. Der Versuch einer außergerichtlichen Einigung scheiterte.
Das Gericht stützte sich auf die eidesstattliche Versicherung eines Expo-Juristen, der an den Vertragsverhandlungen mit der Telekom beteiligt war. Danach lagen Internet-Exklusivrechte für die Telekom nie in der Absicht der Expo. Daran ändere auch eine Beteiligung der Telekom-Tochter und Yahoo-Konkurrentin T-Online nichts, die ebenfalls mit einem Internet-Auftritt an der Weltausstellung teilnimmt.