US-Zölle: Dax startet mit Minus von 2,5 Prozent in den Handel - DER SPIEGEL
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US-Zölle in Kraft getreten Dax startet mit Minus in den Handel

Die neuen US-Sonderzölle gegen Handelspartner weltweit sind in Kraft getreten. Das setzt die Börsen erneut unter Druck. Der deutsche Leitindex Dax büßte in den ersten Handelsminuten 2,5 Prozent ein.
Dax-Tafel (am 7. April): Sorge vor weltweitem Handelskrieg
Dax-Tafel (am 7. April): Sorge vor weltweitem Handelskrieg

Dax-Tafel (am 7. April): Sorge vor weltweitem Handelskrieg

Foto: Arne Dedert / dpa

Die Sorge vor einem weltweiten Handelskrieg hat den Dax am Mittwoch wieder massiv unter Druck gesetzt. In den ersten Handelsminuten büßte der deutsche Leitindex 2,51 Prozent auf 19.770,60 Punkte ein. Damit knüpfte er nach den gestrigen Gewinnen an seine vorangegangene Talfahrt an – und fiel wieder hinter die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie zurück. Für den MDax ging es um 2,56 Prozent bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 2,8 Prozent.

Die europäischen Börsen hatten am Dienstag, angetrieben von Hoffnungen auf Verhandlungen über die US-Zölle, im Plus geschlossen. Der Dax verzeichnete zum Handelsschluss ein Plus von 2,48 Prozent. In London stieg der Leitindex FTSE 100 um 2,71 Prozent, in Paris legte der CAC 40 um 2,50 Prozent zu, der FTSE MIB in Mailand um 2,44 Prozent.

An der Wall Street in New York zeichnete sich aber bei Börsenschluss am Dienstag bereits ein anderes Bild ab: Nach auch hier anfänglichen Gewinnen brachen die Kurse später am Dienstag ein. Die drei wichtigsten Indizes schlossen erneut im Minus: Der S&P 500 büßte 1,6 Prozent auf 4982,77 Punkte ein – und sank somit erstmals seit fast einem Jahr unter die Schwelle von 5000 Punkten. Der Dow Jones schloss um 0,8 Prozent niedriger bei 37.645,59 Punkten, der Technologieindex Nasdaq (minus 2,2 Prozent) bei 15.267,91 Punkten.

Im Handelsverlauf waren die Hoffnungen der Marktteilnehmer auf eine Verschiebung oder Zugeständnisse der USA geschwunden. »Ohne Rücksicht auf Verluste setzt die neue Regierung in Washington ihr Vorhaben, den bisherigen Welthandel auf den Kopf zu stellen, gnadenlos durch«, fasste Christian Henke, Analyst vom Broker IG, die Sorgen der Börsianer zusammen.

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Vor allem die Eskalation des amerikanisch-chinesischen Handelskriegs beunruhigt die Wirtschaft. Auch der Zollkonflikt zwischen den USA und der EU könnte sich zuspitzen.

Die vergangene Woche angekündigten länderspezifischen US-Sonderzölle sind an diesem Morgen europäischer Zeit in Kraft getreten. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag weitere Sonderzölle gegen China angeordnet – wegen der Gegenzölle, die das Land am Donnerstag in Kraft setzen will. Bislang gibt es keine Hinweise, dass einer der beiden Kontrahenten einlenkt.

Im Zollkonflikt zwischen den USA und der EU soll am Mittwochnachmittag über eine erste Welle von EU-Gegenmaßnahmen abgestimmt werden. Demnach sollen Zusatzzölle auf eine Reihe von US-Waren erhoben werden. Dabei handelt es sich aber um die Reaktion auf die bereits vor rund einem Monat verhängten neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. An einem weiteren großen Maßnahmenpaket für die Zölle auf Autos und fast alle anderen EU-Exporte in die USA wird noch gearbeitet.

mmq/dpa/Reuters