Vioxx-Skandal: Das US-Justizministerium schaltet sich ein - DER SPIEGEL
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Vioxx-Skandal Das US-Justizministerium schaltet sich ein

Für den US-Pharmakonzern Merck nehmen die Vorgänge um das zurückgezogene Schmerz- und Rheumamittel Vioxx bedrohliche Züge an. Nun hat das Unternehmen eine Vorladung vom amerikanischen Justizministerium erhalten. Auch die US-Börsenaufsicht ermittelt.
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New York - Die Justiz-Behörde wolle Informationen zu Forschung und Marketing bei Vioxx, teilte Merck   mit. Auch die Börsenaufsicht SEC habe eine informelle Untersuchung eingeleitet. Merck betonte in einem Dokument an die SEC, die Untersuchungen könnten "erhebliche, ungünstige Effekte auf die Finanzposition des Unternehmens, die Liquidität und die Ergebnisse des operativen Geschäfts" haben.

Tatsächlich reagierte die Börse prompt auf die Ermittlungen. Die Merck-Aktie verlor in New York zwischenzeitlich 2,45 Prozent auf 25,92 US-Dollar.

Der Pharmakonzern hatte Ende September mit dem so genannten COX-2-Hemmer Vioxx eines seiner wichtigsten Medikamente mit einem weltweiten Umsatz in 2003 von 2,5 Milliarden Dollar zurückgerufen. Grund für den Vermarktungsstopp war eine Studie, in der eine Verdoppelung von Herzattacken und Schlaganfällen bei einer Medikamenteneinnahme von mehr als 18 Monaten nachgewiesen wurde.