USA befürchten Sprühsahne-Engpass zu Weihnachten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fabrik-Explosion USA befürchten Sprühsahne-Engpass zu Weihnachten

Vor den Feiertagen müssen US-Amerikaner möglicherweise einen Mangel an Sprühsahne hinnehmen. Grund ist eine Explosion in einer Fabrik, ein Konzern hat bereits die Produktion von "Whipped Cream" angehalten.
US-Marke Reddi Wip
US-Marke Reddi Wip

US-Marke Reddi Wip

Foto: Amy Sancetta / AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In einigen Regionen der Vereinigten Staaten warnen Geschäfte ihre Kunden vor Versorgungsengpässen an Weihnachten. So macht ein Supermarkt bei Boston laut einem Bericht der "Washington Post" seine Käufer mit einem Schild auf den "Sprühsahne-Mangel" aufmerksam.

In der Stadt Omaha im Bundesstaat Nebraska weist ein Laden auf einem Schild darauf hin, Sprühsahne werde rar "wegen landesweiter Knappheit von Distickstoffmonoxid". Das Gas ist als Treibmittel für Dosensahne beliebt. Besser bekannt ist es als Lachgas.

Das Unternehmen Conagra Foods, Hersteller der Marke Reddi Wip, hat bereits im November die Produktion angehalten. Hintergrund ist ein Unglück bei einem Zulieferer. Im August waren in Florida mehrere Gastanks explodiert, ein Arbeiter wurde dabei getötet.

Lachgas wird auch in Krankenhäusern zur Betäubung von Patienten eingesetzt. Nach Angaben eines Branchenverbands habe der medizinische Einsatz der verbliebenen Lachgasbestände Priorität, bis die Engpässe behoben sind. Conagra rechnet damit, die Produktion bis Mitte Januar wieder aufzunehmen. Mit Blick auf die kommenden Feiertage empfiehlt das Unternehmen Kunden, "die Sahne frühzeitig zu kaufen".

beb