Wird Neuber gestoppt? - DER SPIEGEL
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Wird Neuber gestoppt?

• aus DER SPIEGEL 28/1992
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Noch vor dem Einstieg der Westdeutschen Landesbank (WestLB) beim Touristickonzern TUI trafen die Gesellschafter Vorsorge, um die angestrebte Vorherrschaft der Düsseldorfer Staatsbank zu begrenzen. TUI-Mitbesitzer wie Hapag-Lloyd, Bundesbahn, Springer und der Aktienpool Quelle/Horten erwarten, daß WestLB-Chef Friedel Neuber an das größte TUI-Paket von 30 Prozent kommt. Er bot einer Gruppe von Aktionären 302 Millionen Mark. Neuber will mit dem TUI-Einstieg die Auslastung der Fluggesellschaft LTU sichern, bei der er über 76 Prozent der Stimmrechte verfügt. Mit einer Personalentscheidung will vor allem der LTU-Konkurrent Hapag-Lloyd verhindern, daß Neuber als künftiger Hauptaktionär das Management für seine Interessen einspannt. Die Gesellschafter-Gruppe um Hapag-Lloyd-Chef Hans Jakob Kruse ernannte Rolf Corsten zum neuen TUI-Vorstandsvorsitzenden. Die beiden kennen sich aus Interhotel-Zeiten. Kruse leitete den Aufsichtsrat der früheren Hotelkette, Corsten war Chefmanager.

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