Wirtschaft in Deutschland: EU-Kommission senkt Wachstumsprognose - DER SPIEGEL
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EU-Kommission senkt Wachstumsprognose für Deutschland

Genauso wie die Bundesregierung erwartet auch Brüssel im laufenden Jahr kein Wachstum der deutschen Wirtschaft. Die internationale Lage gibt nur wenig Anlass zur Hoffnung.
Baustelle in Berlin: Unsichere Weltlage
Baustelle in Berlin: Unsichere Weltlage

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Foto: Jens Kalaene/ picture alliance / dpa

Die EU-Kommission erwartet in ihrer heute in Brüssel vorgelegten Frühjahrs-Konjunkturprognose für das laufende Jahr erneut ein Nullwachstum der deutschen Wirtschaft. Bei ihrer vorherigen Schätzung im November hatte sie noch ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent vorhergesagt. Erst 2026 soll das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland laut der Behörde wieder um 1,1 Prozent wachsen.

Die Korrektur ihrer Einschätzung begründete die EU-Kommission mit Zöllen sowie einer zunehmenden globalen Unsicherheit, die Konsum, Investitionen und Exporte nach unten ziehen werde. Gestiegene private Ausgaben sowie das von der neuen Bundesregierung beschlossene Milliarden-Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur haben sich dagegen positiv auf die Erwartungen ausgewirkt. Eine schwächere Entwicklung wird im laufenden Jahr in der EU nur in Österreich (minus 0,3 Prozent) erwartet.

Auch Bundesregierung erwartet kein Wachstum

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Mit ihrer Schätzung kommt die EU-Kommission zum gleichen Schluss wie die Bundesregierung, die 2025 mit einer Stagnation der deutschen Wirtschaftsleistung rechnet. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) traut Deutschland im laufenden Jahr kein Wachstum zu.

In der gesamten EU erwartet die Kommission ein Wachstum von 1,1 Prozent für das laufende Jahr. Im Euroraum geht sie von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,9 Prozent aus. Beide Prognosen senkte die Behörde damit im Vergleich zu ihrer Novemberprognose leicht um 0,4 Prozentpunkte.

mik/dpa