HAUSMITTEILUNG - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung HAUSMITTEILUNG

• aus SPIEGEL Wissen 3/2009
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Verwirrt von zu viel gutem Rat reisten die SPIEGEL-Redakteure Annette Bruhns und Norbert F. Pötzl in die Schweiz nach Wädenswil. Hier, an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, erhofften die Heftmacher Antwort von der Ökotrophologin Christine Brombach, vormals Leiterin der deutschen Nationalen Verzehrsstudie II, auf ihre zentrale Frage: Wie kommt es, dass die Ernährungsforschung ständig ihre Meinung ändert? Brombach reagierte gelassen. Dass neue Erkenntnisse alte über den Haufen würfen, sei etwas ganz Normales: »Horchen Sie einfach auf Ihren Magen, ob etwas gut für ihn ist« (Seite 18). Konkreteren Rat erhielt SPIEGEL-Kollegin Cordula Meyer in Kalifornien von Michael Pollan. Der Ernährungsphilosoph zeigte ihr in seinem Stadtgarten, wie man leckere Tomaten züchtet: »Wenn die Früchte reifen, nur noch wenig gießen«, so Meyer. »Dann werden sie aromatischer« (Seite 120).

Allergien sind eine Plage, gegen die Eltern von Anfang an auf der Hut sind. Vorsorglich stillen Mütter so lange wie möglich und vermeiden beim Füttern potentielle Allergene in Hühnerei, Milch oder Soja. In der Krabbelgruppe ihrer kleinen Tochter hat SPIEGEL-Redakteurin Julia Koch die Sorge hautnah erlebt: »Da hieß es immer, bloß keine Kuhmilch im ersten Jahr und um Himmels willen kein Sesam.« Koch scherte sich nicht um derlei Tipps. Sie war erleichtert, als sie jetzt an der Berliner Charité führende Allergieforscher traf, die kleinen Probanden schon in den ersten Lebenswochen Hühnereiweiß verabreichen: um Allergien vorzubeugen. Auch Koch-Tochter Martha, 14 Monate, ist bisher trotz allergener Kost allergiefrei (Seite 60).

Kurios gestaltete sich das Gespräch von SPIEGEL-Italienkorrespondent Alexander Smoltczyk mit Winzer Rainer Loacker in einer toskanischen Osteria. Er musste sich erst daran gewöhnen, dass sein Tischnachbar alle naslang ungeniert in ein Fläschchen spuckte: Der Weinkenner entpuppte sich nämlich als Nichttrinker. In einem überzeugte der biodynamische Tiroler allerdings den Reporter. Er isst jetzt morgens Frischkorn: »Das hält vor bis zum Abend, wo man dann ein großes Menü ohne Gewissensbisse genießen kann«, so Smoltzcyk (Seite 78).

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