Hehlerware im Museum? - DER SPIEGEL
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TECHNIKGESCHICHTE Hehlerware im Museum?

• aus DER SPIEGEL 37/2000
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Als Wunderwaffe, Bezwinger der Schallmauer und erster serienmäßiger Düsenjäger wurde die Messerschmitt Me 262 gefeiert. Nur acht dieser legendären Jets haben die Zeiten überdauert. Das Exemplar im Deutschen Museum von München steht nun unter Verdacht, »Raubgut« zu sein. Nach Ansicht des ehemaligen Luftwaffenpiloten Guido Mutke, 79, ist die Maschine als »Hehlerware« an die Isar gelangt. In mehreren Briefen an die bayerische Staatsregierung hat der Pensionär die dubiose Vorgeschichte des Museumsjets aufgedeckt. Demnach war Mutke am 25. April 1945 mit dem Flugzeug wegen Treibstoffmangels in der Schweiz notgelandet und verhaftet worden. Das Flugzeug sei sodann - entgegen der Absprachen mit den Alliierten zur Übergabe von Kriegsgut - von den Eidgenossen versteckt worden. Erst 1957, durch Beschluss des Schweizer Bundesrats, gelangte das Fluggerät als »Schenkung« nach Deutschland. Das Technik-Museum in München besitze »keinen ordentlichen Eigentumsnachweis«, so Mutke. Sein Ziel ist es, die Messerschmitt wieder flugtauglich zu machen und bei internationalen Schauflügen einzusetzen.

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