CHIRURGIE Kopf aus dem Katalog
Schönheitschirurgen können bislang nur hoffen, dass die Arbeit am Kopf gelingt. Sie peilen über den Daumen, wie sich all das Weghobeln und Aufpolstern auswirken mag - dann geht es los. Oft genug muss das Gesicht anschließend für Korrekturen noch einmal unters Messer. Der US-Mathematiker Steven Krantz in St. Louis will deshalb das Handwerk auf eine höhere Stufe heben: Er vermisst den Kopf des Kunden mit einem 3-D-Scanner. Der Computer macht daraus ein Modell der Kopfgeometrie. An diesem feinen Gitternetz lassen sich alle Operationen durchspielen. Der Kunde kann nun seinen Traumkopf aus einer Datenbank voll unterschiedlicher Antlitze wählen. Der Rechner kalkuliert die Eingriffe, die für die Verwandlung ins Wunschbild nötig sind - mitsamt den medizinischen Risiken. Der Kunde weiß dann auch, welches Modell die wenigsten Operationen erfordert.