Glossar Embryonale Stammzellen
Sie gelten als die zellulären Alleskönner: Reift eine befruchtete Eizelle zu einer Blastozyste, einem kleinen Zellklumpen, heran, entsteht in deren Innerem eine Masse aus so genannten embryonalen Stammzellen - den erhofften Heilsbringern der Gentechnik. Noch nicht differenziert können die embryonalen Stammzellen zu jeder Zellart des menschlichen Körpers heranreifen.
In Tierversuchen haben sich die Stammzellen bereits nach Wunsch in Nerven-, Blut-, Leber- oder etwa Herzmuskelzellen verwandeln lassen. Voraussetzung ist, dass sie zuvor mit geeigneten Wachstumsfaktoren behandelt werden.
Zwar ist die Forschung an Embryonen in vielen Ländern verboten, die wissenschaftliche Arbeit mit den aus Embryonen gewonnenen Stammzellen ist dagegen erlaubt. Aus diesem Grund hat sich ein regelrechter Versandhandel mit embryonalen Stammzellen entwickelt. Diese werden beispielsweise in Singapur gezüchtet und dann an Interessenten in aller Welt verschickt. Als Alternative zur umstrittenen Forschung mit Embryonen könnte sich die Arbeit mit adulten Stammzellen entwickeln.
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