Antarktis: Gletscher verliert Riesen-Eisberg - DER SPIEGEL
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Antarktis Gletscher verliert Riesen-Eisberg

Erneut brach ein Eisberg von einem antarktischen Gletscher ab. Der Riese misst 150 Quadratkilometer und ist damit rund anderthalb mal so groß wie Sylt.
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Nach einem CNN-Bericht löste sich der Eisberg mit der Bezeichnung "C-17" in dieser Woche vom Matusevich-Gletscher im Ross-Meer. Er befinde sich derzeit nahe der Küste und werde von Satelliten beobachtet. Das National Ice Center der USA verfolgt laut CNN derzeit mehr als 40 große Eisberge in der Nähe der Antarktis. Der Größte von ihnen mit der Bezeichnung "B-15-B" erstreckt sich über fast 2800 Quadratkilometer.

Eisberge stellen nach dem Bericht eine immer größere Gefahr für die Schifffahrtslinien dar. Der Nördlichste von ihnen, ein 42-Quadratkilometer-Gigant, näherte sich der südafrikanischen Hauptstadt Kapstadt auf fast tausend Kilometer.

Die wachsende Zahl großer Eisberge, die sich in den vergangenen Jahren von der Antarktis gelöst haben, ist nach Angaben von Forschern ein Beweis für einen Temperaturanstieg - ob global oder regional, ist jedoch strittig.

In den vergangenen Wochen gab es widersprüchliche Interpretationen der antarktischen Ereignisse: Das Fachmagazin "Science" berichtete über steigende Temperaturen in mehreren Seen rund um das Weddellmeer, das Magazin "Nature" dagegen über eine Abkühlung der westantarktischen Eisdecke. Die "National Science Foundation" meldete, dass die Durchschnittstemperatur in trockenen Tälern des McMurdo-Sunds seit den sechziger Jahren um ein Grad Celsius gefallen sei, während die Meteorologen der amerikanischen McMurdo-Forschungsstation im Januar eine Rekordhitzewelle gemessen haben wollen.

Manche Wissenschaftler sind laut CNN der Meinung, dass dies keine Anzeichen einer globalen Klimaveränderung sind, sondern lediglich regionale Phänomene. Eine Erwärmung in einem Teil der Antarktis könne demnach durchaus mit einer Abkühlung in einem anderen Gebiet des Kontinents einhergehen.