Raus aus dem Wok - DER SPIEGEL
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ARTENSCHUTZ Raus aus dem Wok

• aus DER SPIEGEL 11/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die chinesische Küche steht vor einer Revolution: Affenhirne, Bärentatzen oder Schildkröten sollen die längste Zeit im Wok gegart haben. Chinesische Meisterköche rufen dazu auf, künftig keine seltenen Tiere mehr auf die Speisekarte zu setzen. Bis 2006 sollen eine Million Köche die Verzichtserklärung unterschreiben. Den exquisiten Gerichten wird eine wundersame Wirkung nachgesagt: Gequirltes Schlangenblut etwa soll eine zarte Haut bereiten, die Gallenblase, am Spieß zubereitet, bei Sehschwäche helfen. 20 Millionen Schildkröten und ebenso viele Schlangen, so schätzt die Organisation Pro Wildlife, landen pro Jahr in den Mägen der Chinesen. Um die immense Nachfrage zu befriedigen, werden die Tiere aus benachbarten asiatischen Ländern, Südamerika und den USA nach China importiert - Naturschutzorganisationen protestieren seit Jahren dagegen.

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