"Atlantis": Nasa verschiebt Shuttle-Start - DER SPIEGEL
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"Atlantis" Nasa verschiebt Shuttle-Start

Wegen technischer Probleme ist der Countdown für den Start der Raumfähre "Atlantis" abgebrochen worden. Nasa-Experten untersuchen eine defekte Brennstoffzelle an Bord. Für den morgigen Donnerstag ist erneut ein Start anberaumt worden - denn die Zeit wird knapp.
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Cape Canaveral - In Florida geht das Warten weiter: Heute wird "Atlantis" nicht abheben. Morgen soll sie, am Freitag könnte sie noch. Gemäß der Vereinbarung zwischen US-Weltraumbehörde Nasa und der russischen Seite ist der 8. September der letzte mögliche Starttermin in diesem Monat. Mit der Absage des heutigen Starts gibt es also nur noch zwei Möglichkeiten, will man nicht auf die wenigen möglichen Termine für einen Liftoff im Oktober oder Dezember ausweichen.

Dergleichen Kalenderspiele werden im Raumflughafen Cape Canaveral nun schon seit zwei Wochen angestellt. Nachdem ein Blitz die Startrampe getroffen hatte und der tropische Wirbelsturm "Ernesto" durchgezogen war, schien nun alles bereit für einen Start. Doch nicht das Wetter, sondern technische Probleme machen der US-Weltraumbehörde Nasa nun erneut einen Strich durch die Rechnung: Wegen Problemen mit der Stromversorgung an Bord werde der Start verschoben, teilte die Nasa mit.

Defekt in der Stromversorgung

Eine der drei Brennstoffzellen, die an Bord für Elektrizität sorgen, ist offenbar der Grund für die Verschiebung. Diese Zellen erzeugen aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom. Als eine der drei während der Flugvorbereitungen angeschaltet wurde, gab es ein Problem.

Am Morgen hatten die Verantwortlichen mit dem Betanken der "Atlantis" zunächst gezögert, um Spezialisten die Möglichkeit zu geben, die Brennstoffzellen zu überprüfen. Für einen reibungslosen Start müssen alle drei Zellen Strom produzieren.

Bis acht Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hätte das Befüllen mit dem Flüssigtreibstoff spätestens beginnen müssen. Der Zeitpunkt verstrich. Man werde versuchen, die "Atlantis" am morgigen Donnerstag zu starten, sagte ein Nasa-Vertreter.

Die Arbeiten an der auch mit deutscher Beteiligung konstruierten, halbfertigen ISS waren nach dem Absturz des Schwesterschiffs "Columbia" 2003 unterbrochen worden. Die Astronauten sollen nun insbesondere ein neues Energiemodul anbringen. Die Raumstation gewinnt dadurch etwa weitere 17 Tonnen an Masse und verändert auch ihr Aussehen.

stx/AFP/AP/dpa/rtr

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