Yippee! - DER SPIEGEL
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HIRNFORSCHUNG Yippee!

• aus DER SPIEGEL 51/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Oops! I did it again«, singt die amerikanische Pop-Prinzessin Britney Spears, als sie in ihrem Super-Hit wieder einmal versehentlich ein Herz gebrochen hat. Was in ihrem Hirn vor sich geht, während sie die Folgen ihres Sex-Appeals bemerkt, glauben jetzt Neurowissenschaftler der Vanderbilt-Universität in Nashville (US-Staat Tennessee) erklären zu können: Bei Versuchen mit einem Makak, der auf bestimmte Lichtsignale trainiert war, haben sie das »Oops-Zentrum« im Hirn entdeckt - unweit der Region, in der die Augenbewegungen gesteuert werden. Jedes Mal, wenn der Test-Affe einen Fehler machte und falsche Lichtpunkte mit den Augen verfolgte, stieg die elektrische Spannung zwischen den dortigen Gehirnzellen rasant an. Bei Erfolg wurden benachbarte Neuronen aktiv, die so genannten »Yippee-Zellen«. Versuchsleiter Veit Stuphorn: »Wir vermuten, dass diese Neuronen das Ergebnis einer Entscheidung beurteilen - beim Affen wie beim Menschen.« Nach einem Fehler hielt der Makak jedes Mal kurz inne und reagierte vorsichtiger - er lernte also aus seinen Fehlern. Ob das auch für Herzensbrecherin Britney Spears gilt, kann Stuphorn allerdings nicht versprechen.

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