Gorleben

Brandanschlag auf Castor-Bahnstrecke

Identität der Täter noch nicht geklärtBrandanschlag auf Castor-Bahnstrecke

Hitzacker (rpo). Auf die Castor-Bahnstrecke bei Hitzacker im nordöstlichen Niedersachsen ist am späten Dienstagabend ein Brandanschlag verübt worden. Die Identität der Täter steht noch nicht fest.

Anschlag auf Castor-Bahnstrecke

Bundesgrenzschutz ermitteltAnschlag auf Castor-Bahnstrecke

Lüneburg (rpo). Unbekannte Täter haben am Dienstagabend einen Brandanschlag auf die auch von Castor-Transporten genutzte Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg verübt. Dabei wurde eine Brücke über dem Fluss Jeetzel beschädigt, teilte das Bundesgrenzschutz-Präsidium (BGS) Nord am frühen Mittwochmorgen in Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) mit.

Trittin will ältere Atomkraftwerke schneller stilllegen

Wegen Terrorgefahr Verhandlungen mit Betreibern geplant -Trittin will ältere Atomkraftwerke schneller stilllegen

Gorleben (rpo). Bundesumweltminister Jürgen Trittin plant wegen der Gefahr von Terroranschlägen Verhandlungen mit Atomkraftwerksbetreibern über eine schnellere Abschaltung älterer Reaktoren.

CDU-Landrat befürchtet Terroranschläge gegen Castor

"Reichlich Gelegenheit zu Angriffen"CDU-Landrat befürchtet Terroranschläge gegen Castor

Lüchow (rpo). Die Angst vor möglichen Terroranschlägen macht auch vor den Castor-Transporten nicht Halt. Widerstand gegen einen neuen Castor-Transport mit Atommüll nach Gorleben in diesem Herbst regt sich erstmals auch in der CDU. Der neue Landrat in Lüchow-Dannenberg, Dieter Aschbrenner (CDU), sagte der dpa am Montag, die lange Schienenstrecke von La Hague bis Gorleben biete "reichlich Gelegenheit zu Angriffen".

Verschärfte Sicherheit in Atomanlagen

Trittin lässt Konsequenzen der Terroranschläge prüfenVerschärfte Sicherheit in Atomanlagen

Berlin (rpo). Aufgrund der verheerenden Anschlägen in den USA sind die Sicherheitsvorkehrungen an deutschen Atomanlagen verschärft und geplante Atomtransporte abgesagt worden. Das Bundesumweltministerium erklärte am Dienstag, da deutsche Atomkraftwerke gegen gezielte Terrorangriffe aus der Luft nicht geschützt seien, würden nun "grundsätzliche Konsequenzen" für Sicherheitsvorkehrungen geprüft.

Mehr Atommülltransporte in Deutschland?

309 zusätzliche Container sollen kommenMehr Atommülltransporte in Deutschland?

Berlin (rpo). Deutschland wird anscheinend zur Dauerstrecke für Atommülltransporte. Denn neben den bisher geplanten sollen ab 2008 weitere 309 Behälter nach Deutschland rollen.

Gorleben-Transporte: Diesmal will Polizei protestieren

Forderung nach Schaffung neues StellenGorleben-Transporte: Diesmal will Polizei protestieren

Hannover (rpo). Diesmal wollen die Ordnungshüter auf die Straße gehen und demonstrieren: Die niedersächsische Gewerkschaft der Polizei denkt über Prosteste beim nächsten Castor-Transport nach Gorleben nach. Der Grund: Die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Castor-Transport läuft ohne Zwischenfälle

Atomkraftgegner überrascht über StreckenführungCastor-Transport läuft ohne Zwischenfälle

Bremen (rpo). Der Castor-Transport von Esensham in die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield verläuft bisher ohne nennenswerte Zwischenfälle. Der Transport hat am Mittwochmorgen das Ruhrgebiet erreicht.

Claudia Roths erste 100 Tage

Führungswechsel bisher reibungslosClaudia Roths erste 100 Tage

Berlin (rpo). Mit 91,5 Prozent Zustimmung und reichlich Vorschusslorbeeren ist Claudia Roth in die Doppelspitze der Grünen gekommen. In ihren ersten hundert Tagen seit dem 9. März neben dem Co- Vorsitzenden Fritz Kuhn hat die 45-jährige Roth seitdem weiter gemacht, wo ihre Vorgängerin Renate Künast aufhörte, als sie Knall auf Fall zur ersten Landwirtschaftsministerin in der Bundesrepublik ernannt wurde.

Trittin gegen Lagerung von Atommüll im Ausland

Atomkonsens lässt Endlager offenTrittin gegen Lagerung von Atommüll im Ausland

Berlin (rpo). Bundesumweltminister Jürgen Trittin will deutschen Atommüll nicht im Ausland endlagern. Einen Tag nach Unterzeichnung des Atomkonsenses zwischen Regierung und Stromversorgern erklärte der Grünen-Politiker am Dienstag in Berlin, das Angebot Russlands, Atommüll aus dem Westen wiederaufzuarbeiten und zwischenzulagern, sei ein "unverantwortliches Spiel mit der Sicherheit und Gesundheit der Menschen in Russland". Dort seien schon heute Landstriche von der Größe Brandenburgs verstrahlt.

Der Atomkonsens ist besiegelt

Kritik von Union, PDS und UmweltschützernDer Atomkonsens ist besiegelt

Berlin (rpo). Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Die Bundesregierung und Energieversorger unterzeichneten am Montagabend in Berlin den vor einem Jahr ausgehandelten Atomkonsensvertrag. Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach vom erfolgreichen Abschluss eines zentralen Reformprojekts der Bundesregierung. Die Stromunternehmen erklärten, bei dem Kompromiss seien sie an die Grenze des Vertretbaren gegangen.

Bundesländer stimmen weiterem Castor-Transport nach Gorleben zu

Brennelemente von Biblis nach La Hague transportiertBundesländer stimmen weiterem Castor-Transport nach Gorleben zu

Hannover/Wörth (rpo). Die Bundesländer haben einem zweiten Castor-Transport mit Atommüll zum niedersächsischen Zwischenlager Gorleben in diesem Jahr zugestimmt. Unterdessen sind zwei Transporte mit Atommüll aus Süddeutschland zur Wiederaufarbeitung in der französischen Anlage La Hague angekommen.

Atomkonsensvereinbarung vor der Unterzeichnung

Stromwirtschaft schon zur Abzeichnung geladenAtomkonsensvereinbarung vor der Unterzeichnung

Berlin/Hamburg (rpo). Die Abstimmung der Atomgesetznovelle mit der Wirtschaft sei abgeschlossen, sagte ein Sprecher von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) in Berlin. Damit steht der zwischen Regierung und Stromwirtschaft vereinbarte Atomkonsens offenbar kurz vor der Unterzeichnung. Mit der Novelle werde der Atomkonsens 1:1 übernommen.

Castor-Transport kostet 40 Millionen Mark

Neue Berechnungen aus NiedersachsenCastor-Transport kostet 40 Millionen Mark

Hannover (rpo). Dass der Castor-Transport nach Gorleben nicht preiswert werden würde, ist klar gewesen. Jetzt soll er aber noch einmal um ein Drittel teurer geworden sein, als zunächst angenommen. Das niedersächsische Innenministerium geht jetzt von 40 Millionen Mark aus.

Trittin erfreut über Castor-Einigung

"Entspannung der Situation"Trittin erfreut über Castor-Einigung

Berlin (rpo). Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die zwischen Bundesregierung und dem Land Niedersachsen erzielte Einigung im Streit um die Castor-Transporte nach Gorleben als erfreulich bezeichnet. Alles, was zur Entspannung der Situation beitrage, sei hilfreich, sagte er am Freitag im ARD-Morgenmagazin.

Ab 2002 nur noch ein Castor pro Jahr nach Gorleben

Einigung zwischen Bund und NiedersachsenAb 2002 nur noch ein Castor pro Jahr nach Gorleben

Hannover (rpo). Ab dem Jahr 2002 wird nur noch maximal ein Castor-Transport pro Jahr nach Gorleben rollen. Das hat Bundeskanzler Gerhard Schröder dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel schriftlich zugesichert. Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) erwartet den Castortransport vom stillgelegten Kernkraftwerk Rheinsberg zum Zwischenlager Lubmin für die zweite Maiwoche.

Tausende Polizisten bewachen Atomzüge

Verladung Richtung SellafieldTausende Polizisten bewachen Atomzüge

Wörth (rpo). Der Zug mit Atommüll aus den Kernkraftwerken Neckarwestheim (Baden-Württemberg) und Biblis (Hessen) ist am Mittwochabend unter massivem Polizeischutz über die deutsch- französische Grenze gerollt.

Gabriel verlangt Alternativen zu Gorleben

Suche muss beschleunigt werdenGabriel verlangt Alternativen zu Gorleben

Osnabrück (rpo). Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel hat die Bundesregierung aufgefordert, schneller nach Alternativen zum Atommüll-Endlager Gorleben zu suchen. Nach Ostern will er sich mit Umweltminister Jürgen Trittin treffen.

Deutscher Atommüll-Transport geht Richtung Selladfield

Drei Behälter werden bereits beladenDeutscher Atommüll-Transport geht Richtung Selladfield

Heilbronn (rpo). Deutscher Atommüll soll künftig auch zur britischen Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield gebracht werden. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" könnte der erste Transport bereits am 23. oder 24. April erfolgen.

Gefahr im Atomlager Morsleben gebannt

Akute Einsturzgefährdung beendetGefahr im Atomlager Morsleben gebannt

Morsleben (rpo). Die akute Einsturzgefahr im einzigen deutschen Atomendlager Morsleben ist gebannt. Mit einer Freisetzung radioaktiver Stoffe sei nun nicht mehr zu rechnen, so der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König. König informierte am Mittwoch vor Ort im sachsen-anhaltinischen Morsleben über die Sicherungsarbeiten.

Nach Gleisblockade: Castor in Frankreich angelangt

Brennelemente fahren nach FrankreichNach Gleisblockade: Castor in Frankreich angelangt

Wörth (rpo). Der anfangs ohne größere Störungen verlaufene Bahntransport von Atommaterial aus süddeutschen Kernkraftwerken in Richtung Frankreich ist am frühen Dienstagabend doch ins Stocken geraten. Der Güterzug musste anhalten, da sich auf der Strecke zwischen Wörth in der Pfalz und der französischen Grenze zwei Frauen am Bahngleis angekettet hatten. Mittlerweile hat der Transport die französische Grenze passiert.

Erste Protest wurden durchgeführt

Bartling wehrt sich gegen weiteren Transport nach GorlebenErste Protest wurden durchgeführt

Würzburg/Hannover (rpo). Am Abend vor den ersten deutschen Atommülltransporten in die französische Wiederaufabreitungsanlage La Hague seit 1998 ist es zu ersten Protestaktionen gekommen. Nach eigenen Angaben ketteten sich elf Aktivisten von Greenpeace an den Eisenwaggon, mit dem der Atommüll-Behälter transportiert werden soll.

Blockierern bei Anti-Atom-Aktionen droht Wegtragegebühr

Vor Atommülltransporten nach FrankreichBlockierern bei Anti-Atom-Aktionen droht Wegtragegebühr

Karlsruhe (rpo). Die baden-württembergische Polizei hat einen Tag vor der geplanten Wiederaufnahme der Atommülltransporte zur Wiederaufarbeitung nach Frankreich ein verschärftes Vorgehen gegen Kernkraftgegner angekündigt. Sitzblockaden auf Gleisen würden nicht geduldet, sagte Karlsruhe Landespolizeipräsident Erwin Hetger am Montag in Karlsruhe.

Niedersachsens Polizei will 2001 keinen Castor-Transport mehr

"Wir können nicht mehr"Niedersachsens Polizei will 2001 keinen Castor-Transport mehr

Hannover (rpo). Die niedersächsische Polizei kann nach der Einschätzung von Innenminister Heiner Bartling in diesem Jahr keinen zusätzlichen Castor-Transport nach Gorleben verkraften. "Dann wären wir überfordert", sagte Bartling am Montag in Hannover.

Atomproteste in Philippsburg und Gorleben

Rund 1.000 TeilnehmerAtomproteste in Philippsburg und Gorleben

Philippsburg/Gorleben (rpo). Rund 1.000 Atomkraftgegner haben am Sonntag im badischen Philippsburg und im niedersächsischen Gorleben gegen weitere Atommülltransporte protestiert.

Neuer Transport deutscher Brennelemente nach La Hague

Atommüll aus dem Kraftwerk PhilippsburgNeuer Transport deutscher Brennelemente nach La Hague

Paris (rpo). Gebrauchte Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken werden zur Wiederaufbereitungsanlage ins französische La Hague gebracht. Erst vor zwei Wochen fand der Castor-Transport in Richtung Gorleben statt.

Weiterer Castor-Transport beantragt

Steuerzahler trägt Hauptteil an Kosten für PolizeieinsatzWeiterer Castor-Transport beantragt

Salzgitter/Berlin (rpo). Bereits in einigen Monaten soll nach dem Willen der Transportfirma Nuklear Service Cargo GmbH (NCS) der nächste Castortransport ins Zwischenlager Gorleben rollen. Dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) liege ein Antrag für einen Transport von sechs weiteren Castor-Behältern mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich vor, sagte BfS-Sprecher Michael Thieme am Mittwoch. Der Steurzahlerbund forderte unterdessen, militante Atomkraftgegner an den Folgekosten des letzten Transports zu beteiligen.

Schönbohm kündigt harte Linie gegen Castor-Demonstanten an

Brandenburgs Innenminister will im Mai durchgreifenSchönbohm kündigt harte Linie gegen Castor-Demonstanten an

Potsdam (rpo). Die ruhigen Zeiten für Castor-Demonstranten scheinen vorbei: Denn Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm hält nicht viel von der Deeskalationsstrategie, die in Gorleben praktiziert wurde. Bei der Fahrt von abgebrannten Brennelementen aus dem ehemaligen Kernkraftwerk Rheinsberg ins Zwischenlager Lubmin bei Greifswald Anfang Mai rechnet der CDU-Politiker mit harten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

Gabriel will weniger Castor-Transporte

Ministerpräsident sieht Gefahr für die DemokratieGabriel will weniger Castor-Transporte

Hannover/Hamburg (rpo). Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) hat eine deutliche Verringerung der Castor-Transporte nach Gorleben gefordert. Grund: Durch die Krawalle der vergangenen Woche sieht er die Demokratie gefährdet.

Castor: Harter Streit über politische Verantwortung

CDU: Regierung trägt MitschuldCastor: Harter Streit über politische Verantwortung

Berlin (rpo). Wer trägt die politische Verantwortung für die Ausschreitungen beim Castor-Transport nach Gorleben? Über diese Frage ist im Bundestag ein heftiger Streit entbrannt. Die CDU-Opposition warf der rot-grünen Bundesregierung am Donnerstag bei einer Aktuellen Stunde "politische Mitverantwortung" vor.

Greenpeace: Atomindustrie soll Polizeieinsatz bezahlen

Umweltorganisation: keine Kostenbeteiligung von DemonstrantenGreenpeace: Atomindustrie soll Polizeieinsatz bezahlen

Hamburg (rpo). Gegen die Forderung, dass friedlich demonstrierende Atomkraftgegner sich an den Kosten für den Polizeieinsatz an der Castor-Strecke beteiligen sollen, hat sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace ausgesprochen.

Castor-Transport: Polizei schlug Gegnern ein Schnippchen

Schnelle letzte Etappe dank ÜberraschungstaktikCastor-Transport: Polizei schlug Gegnern ein Schnippchen

Dannenberg (rpo). Am Donnerstagmorgen ist der Castor-Transport ohne die erwarteten massiven Proteste im Zwischenlager Gorleben angekommen. Um befürchtete Ausschreitungen entlang der Strecke zu verhindern, waren die Tieflader mit umstrittenen Inhalt völlig überraschend im Morgengrauen zur letzten Etappe aufgebrochen. Die Reise verlief weitgehend reibungslos.

Fahrt mit vielen Unbekannten

Die wichtigsten Stationen des TransportesFahrt mit vielen Unbekannten

Hannover (rpo). Der Fahrplan des Castor-Transports umfasste ursprünglich drei Tage. Doch er war angesichts der Proteste mehrerer tausend Atomkraftgegnern unkalkulierbar. Trotz Begleitung von rund 15 000 Uniformierten allein im Wendland kam die umstrittene Ladung am Donnerstagmorgen mit einem Tag Verspätung im Zwischenlager Gorleben an.

Castor-Fuhre war Auftakt eines Transportmarathons

Umfangreicher TransportplanCastor-Fuhre war Auftakt eines Transportmarathons

Berlin (rpo). Die von massiven Protesten begleitete Castor-Fuhre nach Gorleben in dieser Woche war nur der Auftakt eines Transport-Marathons in das niedersächsische Zwischenlager. Nach der Ankunft der sechs Castor-Behälter am Donnerstag müssen in den nächsten Jahren allein aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague weitere 118 Castor-Behälter mit hochradioaktivem verglastem Atommüll zurückgenommen werden.

Atomausstieg: Umweltverbände fordern Verhandlungen

Nach den ProtestenAtomausstieg: Umweltverbände fordern Verhandlungen

Gorleben/Berlin (rpo). Der gewaltfreie Widerstand zehntausender Menschen gegen den Castor-Transport zeige, dass der so genannte Energiekonsens "kein Konsens mit der Bevölkerung" sei. Dies ist die Meinungder großen Umweltverbände. Sie fordern deshalb sofortige neue Verhandlungen über einen Atomausstieg.

Schily erwägt Schadensersatz-Forderung

Gegen GleisblockiererSchily erwägt Schadensersatz-Forderung

Berlin (rpo). Blockierte und schwer beschädigte Gleise: Das will sich Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) nicht gefallen lassen. Er erwägt Schadensersatzforderungen gegen Anti-Castor-Demonstranten.

Castor-Transport in Dannenberg eingetroffen

Trotz knapp 18-stündiger Zwangspause:Castor-Transport in Dannenberg eingetroffen

Dannenberg/Berlin (rpo). Am Mittwoch Abend ist der Castor-Transport mit einem Tag Verspätung an seinem Ziel Dannenberg angekommen. Blockaden von Atomkraftgegnern hatten zuvor eine Weiterfahrt des Castor-Zugs verhindert. Eine knapp 18-stündige Zwangspause musste eingelegt werden. Spezialisten konnten erst am späten Nachmittag die im Gleisbett einbetonierten Umweltschützer von den Gleisen trennen.

Regierung rechtfertigt Castor-Transport

"Völkerrechtliche Verpflichtung"Regierung rechtfertigt Castor-Transport

Berlin (rpo). Die Bundesregierung hat den umstrittenen Atommülltransport von Frankreich nach Niedersachsen erneut nachdrücklich verteidigt. Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sprach von einer völkerrechtlichen Verpflichtung, den Atommüll aus der Wiederaufarbeitung zurückzunehmen.

16-jährige Marie trotzt dem Castor

Schülerin am Gleis festgekettet16-jährige Marie trotzt dem Castor

Süschendorf (rpo). Im Gleisbett auf der Strecke zwischen Lüneburg und Dannenberg liegt die 16-jährige Marie Steinmann. Zusammen mit drei anderen Aktivisten von Robin Wood hat sie sich dort festgekettet. Was ihre Mutter Sabine Steinmann in die Entschuldigung für ihre Tochter schreiben wird, weiß sie noch nicht. "Wohl Polizeigewahrsam", sagt sie mit besorgtem Lächeln.

Castor: Trittin wirbt erneut um Verständnis

Minister von Demonstrationen nicht überraschtCastor: Trittin wirbt erneut um Verständnis

Baden-Baden/Berlin (rpo). Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat erneut um Verständnis für den Castor-Transport geworben. Von den massiven Protesten der Atomkraftgegner zeigte er sich aber nicht überrascht.

Letzte Etappe gerät zur Kraftprobe

Castor-Gegner ketten sich auf Schienen festLetzte Etappe gerät zur Kraftprobe

Lüneburg (dpa). Der Castor-Atommülltransport ist am Dienstagabend auf seine letzte Tagesetappe zum Verladebahnhof in Dannenberg gestartet. Dort sollen die sechs Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus La Hague bis zum Mittwochmorgen auf Schwerlastwagen umgesetzt werden, um dann auf der Straße die 20 Kilometer bis zum Zwischenlager Gorleben zurückzulegen.

Castor-Zug auf dem Weg nach Deutschland

Mittwoch Straßentransport nach GorlebenCastor-Zug auf dem Weg nach Deutschland

Valognes/Gorleben (rpo). Der seit vier Jahren erste Castor-Transport mit deutschem Atommüll ist noch gut 300 Kilometer von der deutsch- französischen Grenze entfernt. Gegen 23.00 Uhr wird der Transport an der deutsch-französischen Grenze in Lauterbourg erwartet. In der Nacht soll er durch Rheinland- Pfalz und Baden-Württemberg fahren.

Castor-Transport wird nicht desinfiziert

Schutz vor MKS nicht nötigCastor-Transport wird nicht desinfiziert

Berlin/Wörth (rpo). Der Castor-Transport mit Atommüll für das niedersächsische Zwischenlager Gorleben wird trotz der in Frankreich registrierten Maul- und Klauenseuche (MKS) an der deutschen Grenze nicht desinfiziert.

Castor: Erste Ausschreitungen im Wendland

Mehrere Atomgegner in Gewahrsam genommenCastor: Erste Ausschreitungen im Wendland

Valognes/Gorleben (rpo). Aus Protest gegen den Castor-Transport im Wendland haben Atomkraftgegner Gleisanlagen bei Gorleben beschädigt. Die Polizei nahm mehrere Castor-Gegner in Gewahrsam. Unterdessen ist der Atommüll-Transport auf dem Weg von Frankreich ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben.

Castor und Wahlschlappe: Trittin heftig in der Kritik

Trittin wirbt um Verständnis für Castor-TransporteCastor und Wahlschlappe: Trittin heftig in der Kritik

Berlin (rpo). Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) beibt nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in der Kritik. Trotzdem will er als Minister im Amt bleiben. Außerdem hat Trittin erneut um Verständnis für die Atommülltransporte nach Gorleben geworben. Die Transporte erfolgten erstmals unter politischen Rahmenbedingungen, die seiner Ansicht nach akzeptabel seien.

Proteste gegen Castor-Transport

Kundgebeung mit führenden Grünen-PolitikernProteste gegen Castor-Transport

Gorleben (rpo). Ein rund 250 Traktoren starker Protestzug ist am Sonntagvormittag am atomaren Zwischenlager Gorleben gestartet, um gegen die geplanten Castor-Transporte zu demonstrieren. Ziel ist eine Kundgebung in Dannenberg, an der auch führende Grünen-Politiker teilnehmen wollen.

Polizei: Sitzblockaden werden nicht geduldet

Während des Castor-TransportsPolizei: Sitzblockaden werden nicht geduldet

Hannover (rpo). Bei dem am Montag ansteheden Castor-Transport aus La Hague nach Gorleben will die Polzei hart durchgreifen. Sitzblockaden werden nicht geduldet. "Blockaden auf Schienen und Straßen sind nicht erlaubt und müssen aufgehoben werden", sagte Niedersachsens Innenminister Heiner Bartling (SPD).

Proteste gegen Castor-Transport beginnen

Demo auch in Baden-WürttembergProteste gegen Castor-Transport beginnen

Lüneburg (rpo). Rund 10.000 Atomkraftgegner haben am Samstag in Lüneburg gegen den für kommende Woche geplanten Castor-Transport demonstriert. Der Sternmarsch mit vier Säulen lief nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle ab, dennoch waren starke Einsatzkräfte in der Stadt zusammengezogen worden.

Castor wird reisefertig gemacht

Vorbereitungen in FrankreichCastor wird reisefertig gemacht

Frankfurt/Valognes (rpo). Des erste Castor-Transport seit vier Jahren wird reisefertig gemacht: Die technischen Vorbereitungen im Verladebahnhof Valognes (Normandie) verliefen am Freitag planmäßig. Hierzulande steigt die Spannung vor möglichen Protestaktionen.

Castor-Transport rollt Montag an

Grünen-Chefs fahren zu DemoCastor-Transport rollt Montag an

Berlin/Paris (rpo). Der erste Castor-Transport nach Gorleben seit vier Jahren startet an diesem Montag aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage (WAA) La Hague. Den endgültigen Termin für den umstrittenen Atommüll-Transport nannte die WAA-Betreiberfirma Cogema erstmals am Donnerstag. Die Grünen-Parteichefs Claudia Roth und Fritz Kuhn kündigten an, zu Demonstrationen nach Gorleben zu reisen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hält dagegen die Proteste gegen den Transport mit deutschem Atommüll aus La Hague weiterhin für falsch. Es ist der erste Castor-Transport unter der rot-grünen Bundesregierung.

Erneut Anschlag von Castor-Gegnern in Berlin

"Dem Castor die Zähne zeigen"Erneut Anschlag von Castor-Gegnern in Berlin

Berlin (rpo). Die Castor-Gegner haben wieder zugeschlagen. In der Nacht zu Donnerstag traf es Autos von TV Berlin, einem privaten Berliner Fernsehsender.

Kanzler sauer, aber Trittin darf bleiben

Schröder greift Union wegen Patriotismus anKanzler sauer, aber Trittin darf bleiben

Berlin (rpo). Auch wenn er sich über seinen Umweltminister geärgert hat, will Kanzler Schröder Jürgen Trittin nicht entlassen.

Castor-Transporte beginnen angeblich am Montag

Französisches Netzwerk: "Transport startet um sechs Uhr"Castor-Transporte beginnen angeblich am Montag

Frankfurt/Main (rpo). Die umstrittenen Castor-Transporte von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben sollen am Montag kommender Woche beginnen.

Gorleben: Warten auf den Castor

Im Wendland herrscht gespannte RuheGorleben: Warten auf den Castor

Gorleben (rpo). Die Polizei ist schon da, die grünen Einsatzwagen beherrschen das Bild im Wendland. Demonstranten skandieren noch keine Parolen, doch die werden auch noch kommen. Wenige Tage vor dem neuen Castor-Transport mit Atommüll ins Zwischenlager Gorleben herrscht im Wendland gespannte Ruhe.

Weiterer Anschlag auf Bahn - Castor-Transport mögliches Motiv

Schrauben und Klammern entferntWeiterer Anschlag auf Bahn - Castor-Transport mögliches Motiv

Achim (rpo). Erneut ist auf eine Bahnstrecke ein Anschlag verübt worden, der möglicherweise im Zusammenhang mit Castor-Protesten steht. Die Bahnstrecke Bremen-Hannover wurde dabei beschädigt.

Tierärzte: Infizierte Schafe eventuell nach Deutschland importiert

MKS-Verdacht in Thüringen nicht bestätigtTierärzte: Infizierte Schafe eventuell nach Deutschland importiert

Berlin/Brüssel (rpo). Aus Großbritannien sind möglicherweise mit der Maul- und Klauenseuche infizierte Schafe nach Deutschland gebracht worden.

Agrarministerium: Keine Castor-Verschiebung geplant

Maul- und Klauenseuchen-Risiko?Agrarministerium: Keine Castor-Verschiebung geplant

Berlin (rpo). Während nach neuesten Verdachtsfällen die Angst vor der Maul- und Klauenseuche vor allem in Thüringen wächst, ist eine Verschiebung des geplanten Castor-Transports vom französischen La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben wegen der drohenden MKS-Gefahr zurzeit nicht geplant. Das erklärte eine Sprecherin von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) am Freitag in Berlin.

Greenpeace-Aktivisten dringen in Atom-Zwischenlagergelände ein

Protest in GorlebenGreenpeace-Aktivisten dringen in Atom-Zwischenlagergelände ein

Gorleben (rpo). Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind am Freitagmorgen aus Protest gegen den bevorstehenden Transport von Atommüll in das Gelände des Zwischenlagers Gorleben eingedrungen. Es handelte sich um 40 Personen, von denen nach Greenpeace-Angaben einige auf einen 40 Meter hohen Sendemast geklettert seien, um dort das Transparent "Stopp Castor" zu entrollen.

Höhn: Bundesregierung prüft Castor-Verschiebung

Transport muss desinfiziert werdenHöhn: Bundesregierung prüft Castor-Verschiebung

Münster (rpo). Eine Verschiebung des geplanten Castor-Transports vom französischen La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben schließt die Bundesregierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr aus.

Castor-Transporte: Behörde erteilt Versammlungsverbot

Proteste an der BahnstreckeCastor-Transporte: Behörde erteilt Versammlungsverbot

Lüneburg/Berlin (rpo). Mit einem Versammlungsverbot entlang der Bahnstrecke in das Atommüll-Zwischenlager Gorleben will die Bezirksregierung Lüneburg Gewaltaktionen von Atomkraftgegnern verhindern. Zum Start der für Ende März vorgesehenen Castor-Transporte werden heftige Prosteste erwartet. Jeweils 50 Meter links und rechts neben einigen Straßen und Schienen darf nicht gegen die Transporte demonstriert werden, teilte die Behörde am Wochenende mit. "Die Versammlungsbehörde hat die Pflicht zu verhindern, dass der Transport der Castor-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen wegen rechtswidriger oder strafbarer Handlungen abgebrochen werden muss." Angemeldete Demonstrationen werden vom 27. März an und "Spontandemos" bereits vom 24. März an bis zum Ende des Transports untersagt.Mit aller Schärfe verurteilte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) die jüngsten Anschläge auf Bahnstrecken im Zusammenhang mit den neuen Castor-Transporten. "Das sind sehr schwere Straftaten, die Menschenleben gefährden können und hohen Schaden anrichten", sagte Schily in Berlin. Am Freitag hatten Atomkraft-Gegner mehrere Anschläge auf Bahnstrecken in Brandenburg und Niedersachsen verübt. Der Minister forderte Bürgerinitiativen und Umweltverbände auf, sich von solchen Gewaltaktionen zu distanzieren.Für Ende März ist nach vierjähriger Pause der nächste Castor- Transport aus dem französischen La Hague ins Zwischenlager Gorleben Vorgesehen. Niedersachsens Innenminister Heiner Bartling (SPD) stellt sich auf Proteste und einen Polizeieinsatz wie 1997 ein. Damals waren in Niedersachsen 15 000 und bundesweit 30 000 Beamte im Einsatz gewesen. Für Unterkunft, Verpflegung und Logistik musste Niedersachsen seinerzeit 20 Millionen Mark aufbringen.Vor diesem Hintergrund forderte das Land Niedersachsen am Wochenende den Bund und die Atomindustrie auf, sich an den Sicherungs-Kosten für die Atomtransporte zu beteiligen. "Wir können die Polizeieinsätze künftig nicht allein bezahlen, dies würde unsere Kräfte überfordern", sagte Bartling der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Kuhn und Roth werben für Kompromiss

Grünen-Parteitag berät über Haltung zu Anti-Atom-ProtestenKuhn und Roth werben für Kompromiss

Stuttgart (rpo). Die Grünen ringen um ihre Haltung zum Anti-Atom-Protest. Die Parteivorsitzenden Fritz Kuhn und Claudia Roth haben vor dem Parteitag in Stuttgart mit Nachdruck für einen Kompromiss geworben. Vermieden werden sollten Aktionen, die sich gegen den vereinbarten Konsens zum Atomausstieg wenden.

Fischer fordert europäisches Profil

Grüne zu sehr in nationalen Dimensionen verhaftetFischer fordert europäisches Profil

Stuttgart (rpo). Die Grünen denken zu sehr in nationalen Dimensionen. Diesen Vorwürf richtete Außenminister Joschka Fischer auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Stuttgart gegen siene grünen Parteikollegen. Für die Probleme in Landwirtschaft, Gentechnik und Einwanderungspolitik bräuchten die Grünen mehr europäisches Profil.

Schlussstrich unter Ökosteuer-Streit

Konflikt um Atom-Transporte weitgehend beigelegtSchlussstrich unter Ökosteuer-Streit

Stuttgart (rpo). Die Grünen wollen einen Schlussstrich unter die Koalitionsdebatte zur Ökosteuer ziehen. Zu Beginn des Bundesparteitags in Stuttgart schlug Parteichef Fritz Kuhn am Freitag versöhnliche Töne an. "Ich gehe nicht davon aus, dass dies ein Koalitionsstreit wird", sagte Kuhn.

Umweltverbände rufen zum Protest gegen Gorleben-Transport auf

Aktionen sollen friedlich bleibenUmweltverbände rufen zum Protest gegen Gorleben-Transport auf

Dannenberg (rpo). Zum Protest gegen den bevorstehenden Transport von abgebrannten nuklearen Brennelementen ins Zwischenlager Gorleben haben fünf deutsche Umweltverbände aufgerufen. Die Aktionen sollen aber gewaltfrei bleiben. Erst kürzlich waren zwei neue Anschläge auf Bahnstrecken bekannt geworden.

Greenpeace-Aktivisten besetzen Castor-Verladekran

25 Personen vorläufig festgenommenGreenpeace-Aktivisten besetzen Castor-Verladekran

Dannenberg (rpo). Der Protest gegen die für Ende März geplanten Castor-Transporte nimmt an Schärfe zu: Im niedersächsischen Dannenberg haben Greenpeace-Aktivisten am Donnerstagmorgen auf einen Castor-Verladekran besetzt. Die Polizei hat zwischenzeitlich 30 Mitglieder der Umweltorganisation vorläufig festgenommen.

Roth: Atomstreit kein Problem für Parteitag

Wahl der Partei-Chefin am WochenendeRoth: Atomstreit kein Problem für Parteitag

Stuttgart (dpa). Trotz der Debatten um Castor-Transporte nach Gorleben rechnet die designierte Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, beim Parteitag in Stuttgart mit einem "sehr breiten Konsens" in der Atom-Debatte. Sie gehe davon aus, dass sich die Partei mit großer Mehrheit hinter den Atomkonsens stellen werde, sagte Roth der dpa. "Dies ist das erste Konzept der Industrienation Deutschland, um auszusteigen aus einer unverantwortlichen Energie", betonte die 45-jährige. Sie soll am Wochenende zur neuen Vorsitzenden der Grünen neben Fritz Kuhn gewählt werden.

Undine von Blottnitz gestorben

Mitbegründerin der GrünenUndine von Blottnitz gestorben

Dannenberg (dpa). Auf ihrer ersten Pressekonferenz 1977 saß sie in feinem Samtjackett mit Perlenkette, die blonden Haare stilvoll aufgesteckt, in der "Alten Burg" in Gorleben. Die damals 41-jährige Undine von Blottnitz, Gutsherrin im wendländischen Grabow und aus schlesischem Adel stammend, führte das Wort neben berühmt gewordenen Anti-Atom-Frauen wie Marianne Fritzen und Lilo Wollny. So zierlich sie war, an Wortgewalt und Sachkenntnis übertraf von Blottnitz oft alle. Couragiert wetterte die Mutter zweier Kinder jahrzehntelang nicht nur gegen Atomkraft, sondern machte sich auch stark für europäische Öko-Themen. Am Samstag starb sie in Dannenberg an Krebs.

Castor-Gegner in Gewahrsam genommen

Erste Sitzblockaden gegen AtomtransporteCastor-Gegner in Gewahrsam genommen

Berlin/Uelzen (dpa). Knapp vier Wochen vor dem umstrittenen neuen Castor-Atom-Transport nach Gorleben nimmt der öffentliche Widerstand zu. Castor-Gegner kündigten am Wochenende bei ersten Sitzblockaden auf Bahngleisen und Straßen im niedersächsischen Kreis Lüchow- Dannenberg neue Proteste an. 37 Menschen wurden in Gewahrsam genommen, weil sie bei einer "Nacht im Gleisbett" Schienen besetzt hatten.

Zwei Anschläge von Castor-Gegnern in Hessen

Greenpeace ruft zu friedlichem Protest aufZwei Anschläge von Castor-Gegnern in Hessen

Lüneburg/Darmstadt/Stuttgart (dpa). Rund einen Monat vor dem geplanten Castor-Atommülltransport von Frankreich ins Zwischenlager Gorleben machen Kernkraftgegner massiv mobil. Die bundesweite Anti- Atom-Kampagne "X-tausendmal quer" kündigte am Donnerstag eine groß angelegte Sitzblockade der Bahnschienen bei Lüneburg in Niedersachsen für den "Tag X" an. Der Castor-Transport soll Ende März/Anfang April rollen. Mutmaßliche Castor-Gegner in Hessen verübten am Donnerstag zwei Anschläge auf Bahnstrecken. Bei den Grünen schwelt derweil der innerparteiliche Konflikt um die Atommülltransporte weiter.

Verfassungsschutz spionierte Atomkraftgegner aus

Telefongespräche aufgezeichnetVerfassungsschutz spionierte Atomkraftgegner aus

Hannover (dpa). Polizei und Verfassungsschutz haben vor dem Castor-Transport nach Gorleben im März 1997 Atomkraftgegner nach deren eigenen Recherchen systematisch ausspioniert.

Atomkraftgegnern blockierten Gleise

"Gorleben erwartet größten Karnevalszug aller Zeiten"Atomkraftgegnern blockierten Gleise

Dahlenburg/Kehl (dpa). Atomkraftgegner haben am Samstag in Niedersachsen und in Kehl bei Straßburg gegen den bevorstehenden Atommüll-Rücktransport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague demonstriert. Dabei wurden auch Gleisanlagen blockiert.

Trittin: Castor-Transporte rechtlich und politisch notwendig

Umweltverbände kündigen Proteste anTrittin: Castor-Transporte rechtlich und politisch notwendig

Bonn (dpa/lnw). Die geplanten Castor-Transporte mit deutschem Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben sind nach den Worten von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) nicht zu vermeiden. Sie seien rechtlich unabweisbar.

Anschlag auf Castor-Strecke

Lüneburg-Dannenberg: Schienen entferntAnschlag auf Castor-Strecke

Lüneburg (dpa). Auf die zum niedersächsischen Atomlager Gorleben führende Bahnstrecke haben Unbekannte in der Nacht zum Sonntag einen Anschlag verübt. Zwischen den Ortschaften Vastorf und Bavendorf sägten sie nach Angaben eines Bahn-Sprechers zwei Schienenstücke heraus. Ein Zugführer bemerkte die Zerstörung jedoch und konnte rechtzeitig bremsen. Verletzt wurde niemand. Auf der Strecke soll Ende März ein Castor-Transport nach Gorleben rollen.

Trittin: Atomtransporte waren nicht illegal

Unbestrahlte Fertigungsreste transportiertTrittin: Atomtransporte waren nicht illegal

Berlin/Paris (dpa). Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat Berichte über illegale Atomtransporte zurückgewiesen. Er bestätigte am Donnerstag, dass unbestrahlte Fertigungsreste aus der 1991 geschlossenen Brennelementefabrik im hessischen Hanau zur französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague gebracht worden sind.

Grünen-Fraktionschefin Müller gegen Castor-Blockaden

"Rechtliche und moralische Verpflichtung"Grünen-Fraktionschefin Müller gegen Castor-Blockaden

Hamburg (AP/dpa). Im Streit über den nächsten Castor-Export nach Gorleben hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Kerstin Müller, ihre Partei zu einem Verzicht auf Blockaden aufgerufen. "Wir sind rechtlich und moralisch verpflichtet, den deutschen Atommüll aus La Hague zurückzunehmen", sagte Müller der "Bild"-Zeitung.

Atomtransporte nach Ahaus möglich

Innenminister Behrens: Neue Transporte fraglichAtomtransporte nach Ahaus möglich

Münster/Borken (dpa/lnw). Castor-Behälter dürfen nach einer am Montag veröffentlichten Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster weiterhin ins Brennelement-Zwischenlager (BZA) Ahaus. Innenminister Fritz Behrens (SPD) hofft jedoch, dass weitere Transporte in die westfälische Kleinstadt künftig ganz unterbleiben können. "Es bleibt zu klären, ob es überhaupt noch Transporte nach Ahaus geben muss," sagte der Politiker bei einem Besuch der Kreispolizei in Borken.

Umweltschützer rufen zu Protesten auf

Neue Castor-Transporte stehen bevorUmweltschützer rufen zu Protesten auf

Berlin (dpa). Die Umweltschützer in Deutschland haben Gespräche mit Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) über den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben eine Absage erteilt und zu Protesten aufgerufen.

Castor-Transporte: Keine Einigung bei den Grünen

Partei in Niedersachsen plant BlockadenCastor-Transporte: Keine Einigung bei den Grünen

Berlin/Hannover (dpa). Der Streit bei den Grünen um mögliche Blockaden beim bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben hat sich am Wochenende zugespitzt. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag, Rebecca Harms, verteidigte im Norddeutschen Rundfunk (NDR) die geplanten Störaktionen.

Niedersachsen: Grüne beharren auf Blockaden in Gorleben

Proteste sollen Politiker zum Nachdenken bringenNiedersachsen: Grüne beharren auf Blockaden in Gorleben

Hamburg/Mannheim (AP). Trotz Kritik der Berliner Parteiführung halten die Grünen in Niedersachsen an den geplanten Blockaden von Atomtransporten nach Gorleben fest. Die Landesvorsitzende Rebecca Harms sagte am Samstag im Norddeutschen Rundfunk, mit den Protesten wollten die Menschen in der Region die Politiker zum Nachdenken bringen. Es stelle sich die Frage, ob alles getan worden sei, was in der Entsorgungsfrage habe getan werden können. Bundeskanzler Gerhard Schröder lobte Umweltminister Jürgen Trittin, der die Transporte trotz Widerstandes der grünen Basis durchgesetzt habe.

Grüne: Konflikt über Atomtransporte spitzt sich zu

Niedersächsische Grüne zeigen sich kompromisslosGrüne: Konflikt über Atomtransporte spitzt sich zu

Hannover (dpa). Der Streit bei den Grünen um mögliche Proteste beim bevorstehenden Atomtransport nach Gorleben hält an. Ein Krisengespräch zwischen dem Grünen-Bundesvorsitzenden Fritz Kuhn und der Vorsitzenden der niedersächsischen Grünen-Landtagsfraktion, Rebecca Harms, hat am Freitag in Hannover zu keinem Konsens geführt. "Wir haben keine gemeinsame Sprachregelung gefunden", sagte Harms.

Kuhn: Keine Zerreißprobe für Grüne

Castor-TransporteKuhn: Keine Zerreißprobe für Grüne

Berlin (AP). Die Grünen haben im Streit um die Atom-Transporte Einigkeit demonstriert. Grünen-Chef Fritz Kuhn sagte am Montag in Berlin, eine von manchen befürchtete oder herbeigeredete "Zerreißprobe wird nicht stattfinden". Der Parteirat stehe hinter Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Trittin hatte erklärt, er halte auch friedliche Proteste gegen Atommülltransporte "nicht für klug" und rief im ZDF-Morgenmagazin seine Partei auf, jetzt nicht in eine Debatte über Demonstrationsformen einzusteigen.

Proteste gegen Atomtransport sollen ausgeweitet werden

Blockaden über 56 Kilometer geplantProteste gegen Atomtransport sollen ausgeweitet werden

Hamburg (AP). Entgegen den Appellen der Grünen-Führung wollen Bürgerinitiativen ihre Proteste gegen den geplanten Castor-Transport im März deutlich ausweiten. Geplant ist unter anderem, die Blockaden auf weite Teile des Bahn-Schienennetzes in Niedersachsen auszudehnen.

Grüne sorgen sich um Atom-Proteste

Konflikt der Basis mit RegierungsentscheidungenGrüne sorgen sich um Atom-Proteste

Berlin (dpa). Die Grünen-Spitze sowie Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) haben ihren Parteifreunden erneut von der Teilnahme an Protesten gegen die für Ende März geplanten Castor-Transporte nach Gorleben abgeraten.

Atomtransporte: Paris und Berlin einig

Proteste von Kernkraftgegnern erwartetAtomtransporte: Paris und Berlin einig

Paris/Berlin (dpa). Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Premierminister Lionel Jospin haben beim deutsch- französischen Treffen in Straßburg die Wiederaufnahme der Atomtransporte vereinbart. Dies teilte die französische Regierung am späten Mittwochabend in Paris mit. Ein erster Rücktransport von wiederaufgearbeitetem deutschen Atommaterial aus Frankreich soll "Ende März oder Anfang April" stattfinden. Danach könne auch der der Transport von deutschem Atommüll in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague wieder "normal" aufgenommen werden.

Trittin weicht protestierenden AKW-Gegnern aus

Umweltminister sagt Parteiveranstaltung abTrittin weicht protestierenden AKW-Gegnern aus

Uelzen (AP). Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am Donnerstag in Uelzen nach Protesten von Atomkraftgegnern eine Parteiveranstaltung kurzfristig abgesagt. Zu der Veranstaltung im Uelzener Bahnhofsgebäude waren wegen des nächsten Gorleben-Transports auch 50 AKW-Gegner aus dem benachbarten Landkreis Lüchow-Dannenberg angereist.

Atom-Gegner: Im Interesse der Wirtschaft entschieden

Gefährliche Züge rollten durch dicht besiedelte GebieteAtom-Gegner: Im Interesse der Wirtschaft entschieden

Lüchow (dpa). Die im Atomkonsens festgelegte und von der deutschen und der französischen Regierung bekräftigte Wiederaufnahme von Atomtransporten nach La Hague ist auf scharfe Kritik bei Umweltschützern gestoßen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz und die Castorgegner im Kreis Lüchow-Dannenberg haben Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und dem französischen Regierungschef Lionel Jospin am Donnerstag vorgeworfen, die Atompolitik der vergangenen Jahre nahtlos fortzusetzen. "Schröder und Jospin haben sich für die Interessen der Atomwirtschaft entschieden", stellte der Sprecher der Castorblockierer, Jochen Stay, fest.

Atom-Transporte: Roth spricht sich für Demonstrationen aus

Endgültiger Ausstieg aus Atomenergie notwendigAtom-Transporte: Roth spricht sich für Demonstrationen aus

Hamburg (dpa). Die designierte Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth, hat sich grundsätzlich für die Teilnahme an Demonstrationen gegen Atommüll-Transporte ausgesprochen.