Alsa Bruno, Protestierender:
»Als Jahrestag eines traumatischen Ereignisses ist am heutigen Abend sehr wichtig, denn es geht für viele von uns, um das Schlimmste, was uns im Leben passieren kann.«
Fünf Jahre nach dem Tod von George Floyd erinnern Familienangehörige und hunderte Menschen an den ermordeten Schwarzen. Mit Demonstrationen und Mahnwachen am Tatort in Minneapolis.
George Floyd geriet am 25. Mai 2020 in eine Polizeikontrolle wegen der angeblichen Nutzung eines gefälschten 20-Dollar-Scheins.
Im Verlauf der Kontrolle kniete der weiße Polizist Derek Chauvin für neun Minuten und 27 Sekunden auf Floyds Hals – bis dieser starb.
George Floyd:
»Ich kann nicht atmen.«
Diese Worte sagte Floyd während der Polizeiaktion mehr als 20-mal.
Sein Tod löste die massivsten Proteste in der US-Geschichte aus. Im gesamten Land gingen Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus auf die Straßen. Chauvin wurde 2021 wegen Mordes verurteilt.
Das Thema Polizeigewalt ist in den USA nach wie vor aktuell: Zur Zeit steigen die registrierten Fälle wieder. Laut der Plattform Mapping Police Violence starben 2025 bereits 471 Personen im Rahmen von Polizeieinsätzen. Präsident Trump stoppt währenddessen den staatlichen Kampf gegen Rassismus.
George Floyds Familie betonte bei einem Gedenkgottesdienst anlässlich des Todestags, sich weiter zu engagieren zu wollen:
Philonise Floyd, Bruder von George Floyd:
»Unser aller Leben ist wichtig. Das Leben von People of Color ist wichtig. Also lasst uns dranbleiben. Wir werden nicht aufgeben. Wir kämpfen weiter.«