Seine Familie hat 326 Tage gehofft und gebangt: Jetzt ist Qaid Farhan Alkadi, laut israelischem Militär, als erste Geisel lebend aus einem Tunnel der Hamas befreit worden.
Israelische Medien berichteten am Dienstag, der Vater von elf Kindern habe als Wachmann in einem Kibbuz an der Grenze zum Gazastreifen gearbeitet und sei am 7. Oktober beim Überfall der Hamas auf Israel verschleppt worden.
Wie genau die Spezialeinheiten des israelischen Militärs den 52-Jährigen Beduinen jetzt befreit haben, ist unklar.
Daniel Hagari, Mitiärsprecher:
»Wir können Ihnen keine Einzelheiten nennen zu dieser Spezialoperation. Ich kann Ihnen aber versichern, dass israelische Kommandos Qaid Farhan Alkadi aus einem unterirdischen Tunnel gerettet haben, nachdem sie detaillierte Informationen erhalten hatten. Sein Gesundheitszustand ist stabil und er wird sich einer Behandlung im Krankenhaus unterziehen.«
Zahlreiche Angehörige eilten in das Krankenhaus, um ihren Verwandten zu begrüßen. So auch ein Bruder des Befreiten.
Ismail Alkadi, Bruder:
»Ich kann meine Gefühle nicht ausdrücken. Meine Mutter wird noch glücklicher sein als wir. Wir haben für ihn gebetet. Die Gebete meiner Mutter sind erhört worden.«
Reporter:
»Hat sich Ihre Mutter ihn schon gesehen?«
Ismail Alkadi, Bruder:
»Noch nicht, nein, sie kann nicht gehen. Sie sagte, dass sie einen Traum hatte, dass er zurückkommen wird.«
Insgesamt verschleppten palästinensische Terroristen am 7. Oktober vergangenen Jahres über 250 Menschen aus Israel. Ein Teil von ihnen kam durch einen Gefangenenaustausch frei, vereinzelt konnten Geiseln von der israelischen Armee befreit werden. Gegenwärtig dürften noch etwas mehr als 100 Geiseln in Gewalt der Hamas sein. Die israelischen Behörden gehen davon aus, dass gut ein Drittel von ihnen nicht mehr am Leben ist.