Elizabeth Goranson, Wählerin in Texas:
»Dieses Land frustriert mich entsetzlich – die Tatsache, dass wir uns zwischen Biden und Trump entscheiden müssen. Das ist beschämend, einfach beschämend.
Brittney Williams, Wählerin in Texas:
»Ich bin sehr enttäuscht. Ich wünschte, es gäbe zwei bessere Optionen.«
Diese Reaktionen zweier Wählerinnen auf den Super Tuesday sprechen Bände. Der Supervorwahltag in 15 US-Bundesstaaten und einem Überseeterritorium haben bestätigt, was sich schon länger abzeichnet: Die Präsidentschaftswahl im November wird, wenn nicht ein kleines Wunder passiert, eine Wiederauflage des Duells zwischen Donald Trump und Amtsinhaber Joe Biden.
Darüber sind viele Wählerinnen und Wähler nicht gerade glücklich, auch mit Blick auf das Alter der Kandidaten: Biden ist 81, Trump 77.
Misha Kline, Wählerin in Colorado:
»Es ist etwas enttäuschend, dass dieses Land so feststeckt. Ich wünschte, dass wir uns etwas nach vorn bewegen könnten. Ich weiß nicht, aber ich finde, wir hätten zu diesem Zeitpunkt einen Präsidenten verdient, der nicht auf die 80 oder 90 zugeht, und der mental stabil genug ist, um das Amt auszuüben.«
Lee Soul, Wähler in Colorado:
»Es war unvermeidbar. Ich bin einfach etwas enttäuscht. Ich wünschte, Haley würde noch etwas im Rennen bleiben. Aber das alles wird uns für den Rest der Welt noch mehr wie ein Zirkus aussehen lassen. Und das ist einfach enttäuschend.«
Gerade Donald Trump polarisiert. Er hat weiter viele Fans, die ihn bedingungslos unterstützen. Da ist es fast egal, was er macht oder sagt – oder wie viele Anklagen gegen ihn laufen.
Aaron Bower, Wähler in Colorado:
»Schon klar, der orangene Mann ist schlecht, aber na und? Ich habe Geld verdient, ich habe gut gelebt, ich habe es verdammt nochmal über die Runden gekommen. Jetzt habe ich Probleme, obwohl ich gutes Geld verdiene. Ich möchte diese Probleme nicht mehr haben. Derjenige, der jetzt im Weißen Haus sitzt, hat es so sehr verbockt.
Mahlon Tucker, Wähler in North Carolina:
»Als er das letzte Mal im Amt war, ging es der Wirtschaft besser, die Preise waren niedriger. Es braucht nur etwas gesunden Menschenverstand, um zu verstehen, dass Biden das Land ruiniert. Indem er im Amt ist
William Sabatini, Wähler in Tennessee:
»Er ist nicht der Herr und Erlöser. Das ist Jesus Christus. Aber ich persönlich glaube, dass er die Richtung ist, in die dieses Land gehen sollte.«
Das wiederum ist für das Lager der Trump-Gegner genau der falsche Weg. Viele motiviert bei der Wahl allein der Gedanke, den Ex-Präsidenten nicht wieder an die Macht kommen zu lassen.
Zack Leger, Wähler in Texas:
»Es tut mir in der Seele weh, aber ich werde für Joe Biden stimmen, um nicht für Donald Trump zu stimmen.«
Rebecca Jensen, Wählerin in Minnesota:
»Ich glaube, es wäre ein Desaster für unser Land, sollte Trump für die nächsten Jahre unser Präsident werden. Also unternehme ich alles, was ich kann, damit das nicht passiert.«
Anne Kehoe, Wählerin in North Carolina:
»Wir unterstützen beide Präsident Biden. Ja, er ist älter. Aber er hat wunderbare Dinge für dieses Land getan. Und der andere hat so viele kriminelle Probleme gegen sich. Wie kann man jemanden ins Amt wählen, der etwas Kriminelles getan hat?«
Acht Monate sind es noch bis zur Wahl, da kann noch viel passieren. Aber Stand jetzt werden die USA ein Rennen erleben, das sie vor vier Jahren schon einmal gesehen haben – und einen Wahlkampf, der wieder schmutzig verlaufen dürfte.