So laufen die Vorwahlen in den USA ab:
An über 20 Terminen wird in den kommenden acht Monaten über die Präsidentschaftskandidaten abgestimmt. Gewählt wird in den 50 US-Bundesstaaten und in den Außengebieten.
Den Anfang macht bei den Republikanern Iowa – kein entscheidender Bundesstaat, für die Vorwahlen aber mit Signalwirkung. In Iowa und einigen weiteren Bundesstaaten und Außengebieten kommt das sogenannte Caucus-Verfahren zum Einsatz. Registrierte Wählerinnen und Wähler einer Partei treffen sich dabei auf mehreren Versammlungen. Vertreter der Kandidaten werben dort um Wählerstimmen. Anschließend wird abgestimmt. Die Demokraten lassen ihre Wähler in diesem Jahr in Iowa per Briefwahl abstimmen. Das Abstimmungsergebnis wird erst Anfang März bekanntgegeben.
In den meisten Bundesstaaten stimmen beide Parteien mit dem Primary-Wahlverfahren ab. Hierbei werden die Kandidaten in einer geheimen Abstimmung gewählt – entweder von registrierten Anhängern einer Partei oder – bei den sogenannten »Open Primaries« – sogar über die Parteigrenzen hinweg. Mehr als ein Dutzend Primaries finden am 5. März statt – dem Super Tuesday. Oft ein Tag der Vorentscheidung.
Die Republikaner entscheiden dann im Juli, die Demokraten im August auf ihren jeweiligen Parteitagen über ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November. Die Delegierten setzen sich entsprechend der Ergebnisse bei den Vorwahlen zusammen. Steht nach einem Wahlgang kein Sieger fest, dürfen bei den Demokraten sogenannte Superdelegierte mitwählen, die nicht an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden sind. So haben die Demokraten eine zusätzliche Ebene von Delegierten, die bei Bedarf ihre Stimme abgeben können, während die Republikaner in solchen Situationen auf ihre regulären, nach den Vorwahlergebnissen gebundenen Delegierten angewiesen sind.