Automarkt-Prognose Zwerge auf der Aufholjagd
Die beiden Marktforscher Ferdinand Dudenhöffer und Detlef Borscheid von AutoFocus in Leverkusen machen vor allem das hohe Wirtschaftswachstum und den bislang niedrigen Motorisierungsgrad in den genannten Automarkt-Wachstumsregionen für die prognostizierte Entwicklung verantwortlich. So kämen in diesen Ländern im Durchschnitt auf 1000 Einwohner lediglich 37 Autos. Dagegen liegt das Verhältnis in Westeuropa, Nordamerika und Japan (der so genannten Triade) bei 459 Autos je 1000 Einwohner.
-
2 Min
-
3 Min
-
1 Min
-
2 Min
-
3 Min
Die Auto-Experten sagen voraus, dass "die jährlichen Autoverkäufe in den Nicht-Triade-Ländern von 10,25 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2000 auf 13,5 Millionen Exemplare im Jahr 2005 steigen". In Prozent ausgedrückt sei dies ein Wachstum von plus 31,7 Prozent. Vor allem in Osteuropa - und hier besonders in Russland - sehen die Forscher einen Schwerpunkt des Wachstums. In Asien, der zweiten großen Wachstumsregion, steigen die Autoverkäufe nach der Prognose besonders in Südkorea, China, Indien und Malaysia.
Was den Automarkt in Deutschland betrifft, so sagen Dudenhöffer und Borscheid eine "Erholung" voraus. "Nach mehr als vier Jahren Rezession auf dem deutschen Automobilmarkt wird mit einem Nachholeffekt auf Grund der gealterten Fahrzeugbestände gerechnet." In Zahlen ausgedrückt sieht das Experten-Duo folgende Entwicklung der Neuzulassungen: Im Jahr 2003 werden 3,4 Millionen prognostiziert, im Jahr 2004 dann 3,7 Millionen und im Jahr 2005 sogar 3,8 Millionen.
Als wichtigste neue Produkte deutscher Hersteller in den kommenden zwei Jahren, werten die Forscher folgende Automodelle: Audi A3 und A6, von BMW die künftige 1er-, 5er- und 6er-Baureihe sowie den Kompakt-Geländewagen X3, von Ford den StreetKa und den neuen Focus, von Mercedes die Modelle E-Klasse-Kombi und SLK, von Opel den angekündigten Minivan Meriva, den Edelkombi Signum sowie den neuen Astra und schließlich von VW den neuen Golf sowie den neuen Passat.