De Tomaso SLC: Rückkehr im SUV
De Tomaso SLC Neustart im Großformat
Als De Tomaso das letzte Mal vor neun Jahren einen Messestand beim Autosalon in Genf gebucht hatte, war der argentinischstämmige Gründer Alejandro de Tomaso noch selbst vor Ort. 2003 starb er, drei Jahre später ging seine Firma, der Sportwagenhersteller De Tomaso, in Konkurs. Inzwischen aber ist das Unternehmen reaktiviert. Der italienische Geschäftsmann Gian Mario Rossignolo hat die Markenrechte gekauft, dazu eine ehemalige Fabrik von Pininfarina in der Nähe von Turin - und er hat für De Tomaso jetzt erstmals wieder einen Stand beim Autosalon in Genf gebucht: für die Premiere des Modells De Tomaso SLC.
Während die damals noch in der Nähe von Bologna beheimatete Marke ab den sechziger Jahren bekannt wurde durch rassige Sportwagen mit klangvollen Namen wie Vallelunga, Mangusta oder Pantera, soll der Neustart mit einem SUV-Modell gelingen, das zumindest vorläufig auf das wenig poetische Kürzel SLC hört. Das fünftürige Modell wirkt wie eine Mischung aus BMW 5er GT und BMW X6. Die Gestaltung des Autos oblag dem Haus Pininfarina, normalerweise Garant für elegante Linien und stimmige Proportionen. Der De Tomaso SLC ist nun nicht gerade unansehnlich geworden, aber das Design wirkt seltsam uninspiriert.
Dennoch scheint das Auto die Projektphase hinter sich gelassen zu haben. Man hört, dass es bereits im kommenden Jahr auf die Straße kommen soll, und zwar je nach Kundenwunsch mit einem V6- oder V8-Benziner oder einem Dieselmotor unter der Haube, deren Leistungsspektrum von 250 bis 500 PS reicht. Bislang geheim gehalten wird allerdings der Lieferant der Motoren. Rossignolo erwähnte vor einiger Zeit einmal, in dieser Frage mit dem PSA-Konzern sowie mit Ford und General Motors zu verhandeln. Die früheren Sportwagen übrigens waren meist mit V8-Motoren von Ford bestückt.
Rund 100.000 Euro sollten De-Tomaso-Interessenten einkalkulieren
Über die exakten Preise des SLC ist bislang ebenfalls noch nichts bekannt, doch wird der Wagen wohl mindestens 100.000 Euro kosten - schließlich gilt bei den Fans italienischer Autokultur De Tomaso noch immer als exklusive Marke, die durchaus auf Augenhöhe mit Maserati oder Ferrari ist.
Pro Jahr wollen Signore Rossignolo und seine beiden Söhne, die das operative Geschäft verantworten, rund 3000 SLC-Modelle verkaufen. Weitere Fahrzeuge sollen das Sortiment rasch ergänzen; die Rede ist von einer Limousine und einem Sportwagen. Sollte der Plan aufgehen und die Wiederbelebung von De Tomaso gelingen, wird die Marke wohl wieder zu den Stammausstellern des Autosalons in Genf. Reichlich Neuheiten für die kommenden Jahre sind ja zumindest in Vorbereitung.